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Recycling Umweltfreundlich arbeiten

Immer mehr Städte und Hochschulen nutzen Recyclingpapier. Für ihre Nachhaltigkeit zeichnet Umweltministerin Hendricks einige aus.

Recycling
Altpapierballen in einem Recyclingbetrieb. Foto: imago

Weil sie nur noch auf Recyclingdruckerpapier setzen, sind Solingen, Bonn, Halle, Essen und weitere Städte von der „Initiative Pro Recyclingpapier“ (IPR) ausgezeichnet worden. Auch die Universität Osnabrück wurde für ihre Nachhaltigkeit im Papierverbrauch prämiert. Insgesamt nahmen 100 Städte und 39 Hochschulen am zehnten bundesweiten Papieratlas-Wettbewerb teil. Sie alle hatten ein Ziel: der Einsatz von umweltfreundlichem Papier. „Die nachhaltige Beschaffungspolitik ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung unserer globalen und nationalen Klimaschutzziele. Es ist ein ermutigendes und zukunftweisendes Signal, dass immer mehr Städte und Universitäten auf umweltfreundliches Recyclingpapier setzen und damit eine Vorbildfunktion übernehmen“, sagt Schirmherrin und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). 

Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und das Bundesumweltministerium zeichnen jedes Jahr im „Papieratlas“ die Recyclingpapier-freundlichsten Stadtverwaltungen Deutschlands aus. Zum zweiten Mal nach 2016 wurden auch Hochschulen für ihr nachhaltiges Engagement gewürdigt. Viele Städteverwaltungen sind bereits komplett auf das umweltfreundliche Papier mit dem Blauen Engel umgestiegen.

Gewinner in dieser Kategorie ist die Stadt Solingen in Nordrhein Westfalen. Sie arbeitet zu 100 Prozent mit umweltschonendem Papier. „Wir haben sehr frühzeitig mit der Umstellung angefangen. In einem nächsten Schritt haben wir dann all unsere alten Drucker und Scanner durch multifunktionale Geräte ausgetauscht“, sagt Hartmut Hoferichter, Stadtdirektor der Stadt. Den zweiten Platz teilen sich drei Städte: Bremerhaven, Hameln und Worms. 

Neben den Gewinnerstädten ragten auch Halle (Saale), Essen, Bonn und Potsdam als Aufsteiger des Jahres heraus. Die Hauptstadt von Brandenburg konnte den Verbrauch ihres Recyclingpapiers von 52 auf 99 Prozent steigern. „Trotz zunehmender Digitalisierung nimmt die Ressource Papier noch einen hohen Stellenwert in unserer täglichen Arbeit ein“, erklärt Burkhard Exner, Bürgermeister von Potsdam. „Mit der umfangreichen Verwendung von Recyclingpapier leisten wir unseren Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen.“

Unter den Hochschulen steht die Universität Osnabrück an Position eins. Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen belegt wie im vergangenen Jahr den zweiten Platz, die Hochschule Rhein-Waal kommt auf Rang drei. Die Umweltministerin lobte den Einsatz der Universitäten: „Das ist eine Schlüsselkompetenz. Sie tragen damit erheblich dazu bei, Energie und Wasser zu sparen und CO2-Emissionen zu senken.“

Seit zehn Jahren fördert der Papieratlas-Wettbewerb nachhaltiges Wirtschaften auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden sollen dadurch motiviert werden, ihre Beschaffungspolitik auf umweltschonendes Papier umzustellen. Laut Organisation zeigten die diesjährigen Auswertungen, dass die deutschen Großstädte inzwischen durchschnittlich 86 Prozent Recyclingpapier mit dem Blauen Engel verwendeten. 

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