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Ranking zum Klimaschutz Airlines zum umweltfreundlichen Fliegen

Umweltfreundlicher Fliegen - das geht mithilfe eines neuen Airline-Ranking. Es zeigt, was die Fluglinien für den Klimaschutz tun. Auch unter Billigfliegern gibt es relativ umweltfreundliche Airlines. Die Unternehmen sehen den Index allerdings kritisch.

Der Öko-Dienstleister Atmosfair hat die Umweltfreundlichkeit von Flugzeugen untersucht. Foto: dapd

Umweltfreundlich im Flugzeug unterwegs sein – das geht nicht. Aber umweltfreundlicher – das geht. Im aktuellen Klimaindex für die 150 größten Fluggesellschaften liegen Ferienflieger wie Tuifly und Condor weit vorne, während zum Beispiel die Lufthansa nur auf Platz 54 kommt. Aber auch unter den Billigfliegern gibt es relativ umweltfreundliche Airlines.

Der Öko-Dienstleister Atmosfair bewertet in seinem neuen Airline Index, welche Menge Klimagas CO2 die Airlines im Schnitt pro Passagier und geflogenem Kilometer produzieren. Atmosfair präsentiert den Index am Dienstag auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin, er liegt der Berliner Zeitung bereits vor. Die ersten Plätze in dem Atmosfair-Ranking gingen an britische und deutsche Ferienflieger, regionale Fluggesellschaften aus Spanien und Brasilien sowie Linienflieger aus Asien. Testsieger ist die hierzulande kaum bekannte Londoner Monarch Airlines.

Neue Flugzeuge sind sparsamer

Die Gründe für das gute Abschneiden: Diese Fluggesellschaften sind vergleichsweise hoch ausgelastet; das lässt den Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoß pro besetztem Platz entsprechend sinken. Zudem nutzen sie im Schnitt relativ neue Flugzeuge, die deutlich sparsamer fliegen als ältere Passagier-Jets. Im Atmosfair-Test gibt es sieben Effizienz-Klassen. In die Klasse A schaffte es keine der Fluggesellschaften. Die Monarch Airlines erreichten 81,1 von 100 möglichen Punkten.

Gegenüber dem Jahr 2011, als das Ranking erstmals durchgeführt wurde, haben die Airlines ihren CO2-Ausstoß pro Passagierkilometer im Schnitt um drei Prozent gesenkt. Dafür gibt es mehrere Ursachen: Ältere Flugzeugmodelle wie die Boeing 747 wurden teils ausgemustert und durch sparsamere wie Boeing 777 oder Airbus 330 ersetzt.

Viele Flieger bekamen außerdem eine dichtere Bestuhlung und wurden mit aerodynamischen Flügelspitzen (Winglets) ausgerüstet. Allerdings: Zum Klimaschützer wurde der Flugverkehr dadurch nicht. Das Aufkommen im Passagiersektor wuchs laut Atmosfair weltweit um knapp zehn Prozent, dadurch stiegen die Emissionen trotzdem deutlich an.

Kritik von der Lufthansa

Erstmals wurden Billig-Airlines berücksichtigt und in eine separate Liste aufgenommen. Das Ergebnis: Sechs der 24 Billigflieger schafften es in die Effizienzklasse B. Es gibt auch wenig CO2-effiziente Billig-Airlines – zwei haben nur Klasse E.

Bei der Lufthansa, die nur in Effizienzklasse D landet, ist man mit den Methoden des Atmosfair-Ranking nicht einverstanden. Ältere Fluggesellschaften mit älteren Flotten seien dabei gegenüber jüngeren Airlines benachteiligt, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. „Außerdem schneiden Ferienflieger automatisch besser ab, weil sie in denselben Flugzeugtyp viel mehr Sitze einbauen.“ Das verzerre die Bewertung.

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