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Plastikmüll Besser leben ohne Plastik

Frankreich zieht in den „Krieg gegen Plastik“. Verpackungen aus nicht-recyceltem Material sollen teurer werden. Die deutsche Industrie bastelt an eigenen Methoden.

Plastiktüte
Braucht man zum Einkauf von Obst wirklich eine Plastiktüte? Foto: Marcel Kusch (dpa)

Poirson will indes nun unter anderem auch die Entsorgung von Plastik auf Mülldeponien höher besteuern und ein Pfandsystem für Plastikflaschen einführen. Das mit dem Deponieren ist in Deutschland kein Thema, da hierzulande Müllverbrennungsanlagen flächendeckend die Entsorgung übernehmen. Und das Flaschen-Pfandsystem funktioniert seit Jahren nahezu perfekt. Die mit Mehrweg- und Einwegpfand gelegten Behältnisse werden getrennt gesammelt, und zwar fast zu 100 Prozent. Für alle übrigen Plastikverpackungen gibt es die gelben Säcke und Tonnen, in die der Grüne-Punkt-Müll kommt.

Das heißt aber nicht, dass hierzulande alles bestens läuft und wiederverwertet wird. Vielmehr wird derzeit knapp die Hälfte des gelben Abfalls gemeinsam mit dem Restmüll schlicht und einfach verbrannt.

Die Betreiber der Grüne-Punkt-Sammelsysteme präferieren eine Alternative zur Plastiksteuer und basteln derzeit an einem „Fondsmodell“: Hersteller von Verpackungen sollen Geld in einen Fonds einzahlen. Die Einnahmen werden dann an die Unternehmen verteilt, die „eine hochwertige Verwertung“ ihrer Verpackungen nachweisen, heißt es in einer Mitteilung der Firma DSD, Marktführer bei den Gelben Säcken. Die Umwelthilfe hat indes einen einfacheren Lösungvorschlag parat: Das Staat solle einfach eine Mindesteinsatzquote von Recyclingmaterial bei der Herstellung von Kunststoffverpackungen vorschreiben.

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