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PKP Cargo Börsengang Polnische Güter-Bahn will kräftig wachsen

Die staatliche polnische Güter-Bahn PKP Cargo geht an die Börse. Die europäische Nummer zwei investieren und in Zentraleuropa kräftig wachsen. Im Fokus: Marktführer DB Schenker.

08.10.2013 14:34
Die polnische Güterbahn PKP Cargo will durch ihren Börsengang kräftig wachsen. Foto: Imago

Der Börsengang der staatlichen polnischen Güterbahn PKP Cargo soll rund 380 Millionen Euro bringen. Damit will das Unternehmen Schulden reduzieren und Investitionen finanzieren, wie es im Börsenprospekt von PKP Cargo heißt, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Ziel der zweitgrößten europäischen Güterbahn ist es, sich auf dem Kontinent auszudehnen und den Branchenführer Deutsche Bahn anzugreifen.

Die Aktien von PKP Cargo sollen erstmals am 31. Oktober an der Warschauer Börse zu kaufen sein. Zunächst werden 49,9 Prozent Anteile an der Firma an Investoren abgegeben. Federführend sind dabei die Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und die polnische PKO BP.

PKP-Cargo Chef Lukasz Boron hatte im August im Reuters-Interview einen Expansionskurs nach dem Börsengang angekündigt. "Ich will, dass PKP Cargo in einigen Jahren ein großer, zentraleuropäischer Akteur wird", sagte er. "Unsere Ziele beschränken sich nicht auf den polnischen Markt."

Übernahmen möglich

Man könne sich durchaus auch mit der Übernahme von Güterbahnen verstärken. Das Unternehmen wolle sich vor allem auf Länder konzentrieren, in denen es bereits aktiv sei. Boron nannte unter anderem Ungarn, Tschechien, Österreich und Deutschland. PKP Cargo ist eine Tochter der polnischen Staatsbahn.

Die Deutsche Bahn betreibt mit ihrer Tochter Schenker Rail die dominierende Güterbahn Europas. Sie hatte 2009 PCC-Logistics, die größte private Güterbahn Polens, gekauft und sich damit in dem Land ausgedehnt. PKP Cargo ist derzeit vor allem in Polen aktiv, wo die Bahn hauptsächlich Kohle- und Stahltransporte organisiert. Das Unternehmen hat 24.000 Mitarbeiter. 2012 machte es einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von gut 60 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2013 halbierte er sich allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

PKP Cargo ist dennoch eine der wenigen profitablen Güterbahnen in Europa. Die Bahn-Tochter Schenker Rail kämpft seit längerem mit niedrigen Frachtraten und war im ersten Halbjahr trotz Sanierungskurses wieder in die roten Zahlen gerutscht. Sie leidet unter anderem unter der Flaute bei den Stahltransporten. (dpa)

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