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Pannenflughafen in Berlin Verkehrsminister Andreas Scheuer will BER fertig bauen

1. UpdateWird der neue Berliner Flughafen jemals in Betrieb gehen? Die Lufthansa verliert den Glauben an BER, Verkehrsminister Scheuer will weiterbauen.

18.03.2018 13:36
Flughafen BER
Eigentlich ist für die Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER nach mehreren Verschiebungen der Herbst 2020 angepeilt. Foto: Ralf Hirschberger

Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt trotz des schweren Imageschadens auf die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER. In der „Bild“-Zeitung vom Samstag schloss Scheuer einen Abriss und Neubau aus. Die Lufthansa relativierte derweil Äußerungen eines Vorstandsmitglieds als „zugespitzt“, das einen solchen Abriss und Neubau prognostiziert hatte.

Scheuer sagte der „Bild“, „leider ist das Label BER inzwischen so beschädigt, dass es international nur noch für Belustigung sorgt.“ Doch dem Pannenflughafen helfe auch kein neuer Name, sondern nur „ein Eröffnungstermin, der eingehalten wird“. Das Projekt solle erfolgreich abgeschlossen werden. Die wegen zahlreicher technischer Mängel um Jahre verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist derzeit für Oktober 2020 geplant. Allerdings ist schon jetzt abzusehen, dass die Kapazität des Flughafens nicht ausreichen wird, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen.

Die Lufthansa wies Äußerungen ihres eigenen Vorstandsmitglieds Thorsten Dirks zurück. Dieser hatte laut „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ auf einem Managerkongress über den BER gesagt, „meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut.“ 

Ein Konzernsprecher erklärte, Dirks habe „die Aussage zum BER zugespitzt, um auf das Ausmaß der Probleme am Hauptstadtflughafen hinzuweisen. Selbstverständlich plädiert die Lufthansa Group nicht für einen Neubau des BER.“ Die Serie an Terminverschiebungen sei aber „eine außerordentliche Belastung“ auch für Fluglinien.

So verwies Dirks der „FAS“ zufolge auch darauf, dass zum ersten Eröffnungstermin Schalter und Mobiliar gebaut worden seien, die nun überarbeitet werden müssten, weil die Airline ihren Markenauftritt geändert hat.  (afp)

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