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Online im Flugzeug Über den Wolken surfen

Immer mehr Airlines haben WLAN an Bord. Die Tarife unterscheiden sich aber stark.

WLAN im Flugzeug
Das Symbol zeigt an, dass es im Flieger WLAN gibt. Foto: imago

Nicht nur rund um die Uhr, auch rund um die Welt online sein – selbst kilometerweit über dem Boden. Immer mehr Fluggesellschaften rüsten ihre Maschinen mit WLAN-Hotspots aus. Technisch ist das ohne Probleme möglich.

Es ist sogar egal, ob sich der Flieger über Land oder über dem Meer befindet, das Signal gelangt per Satellit an einen angebrachten Sender am Flugzeug. Der Nachteil: Eine Internetverbindung über Satellit ist teuer. Es gibt zwar eine weitere, preislich günstigere Variante, dabei wird die Satellitentechnik mit Mobilfunk-Basisstationen kombiniert. Diese Verbindung ist dann aber nicht überall nutzbar. 

Laut Unternehmensangaben war Lufthansa im Jahr 2003 die weltweit erste Fluglinie mit Internet auf einem Langstreckenflug. Mittlerweile sind alle Langstreckenjets der Lufthansa umgerüstet. Auch 106 Flugzeuge der A 320 Familie verfügen über einen WLAN-Hotspot, sukzessive soll nun der Rest der Kurz- und Mittelstreckenflotte ausgestattet werden, erklärt ein Sprecher von Lufthansa Technik.

Denn auch die Nachfrage seitens der Flugpassagiere nach unbegrenzter Internetverbindung steigt – zumindest leicht. Nach einer Verbraucherumfrage des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) aus dem Jahr 2017 gaben 47 Prozent der Befragten an, die Nutzung von Internet im Flugzeug gut zu finden. Bei einer Befragung im Jahr 2013 stimmten der Aussage 40 Prozent zu. 

Kostenlos kommt aber kaum ein Flugpassagier ins Netz. Im Gegenteil – die Preise sind recht happig. Als einzige Fluggesellschaft mit unbegrenzt kostenlosem WLAN ermittelte das Vergleichsportal Check 24 bei einem Tarifvergleich von mehr als 50 Fluggesellschaften Norwegian Air. Allerdings nur auf der Kurzstrecke. Auf internationalen Langstrecken gibt es keinen WLAN-Hotspot an Bord.

Kostenlos ist das Internet an Bord nur selten

Auch Emirates bietet auf vielen Flügen WLAN kostenlos an: Ein Datenvolumen von 20 Megabyte (MB) kann innerhalb von zwei Stunden nach der Anmeldung genutzt werden. Darüber hinaus bleibt der Internetzugang nur für Mitglieder des Vielflieger-Programms von Emirates kostenfrei. WLAN inklusive gibt es außerdem häufig in der teureren Business Class oder für Mitglieder von Bonusprogrammen der jeweiligen Fluggesellschaft. Passagiere der Business Class zahlen etwa bei Aer Lingus, SAS Scandinavian Airlines oder Singapore Airlines nichts oder erst ab einer bestimmten Datenmenge. 

Es gibt aber auch Airlines, die ganz ohne WLAN fliegen. Dazu gehören Billigflieger wie Easyjet und Ryanair. 

Die Tarife der Fluggesellschaften, die WLAN anbieten, unterscheiden sich von Airline zu Airline stark. Meist aber hat der Passagier die Auswahl zwischen drei verschiedenen Paketen – von einem günstigeren Tarif mit wenig Datenvolumen bis hin zu einem teureren Paket mit einer entsprechend größeren Datenmenge. Die Pakete können in der Regel direkt bei den Airlines an Bord gebucht werden. Der spanische Flieger Air Europa verlangt für 30 MB sieben Euro auf der Langstrecke und 20 Euro für 100 MB. Seltener werden die Preise nach Stunden berechnet. Alitalia vergibt Ein- oder Drei-Stunden-Zugänge für 9,60 Euro, beziehungsweise 21 Euro. 

Da sich die Preise somit stark unterscheiden, sollte man sich vorher überlegen, für was man Internet über den Wolken benötigt und wie viel Datenvolumen man dafür braucht. Bei der Lufthansa beispielsweise heißen die Datenpakete auf der Kurz- oder Mittelstrecke „Message-Tarif“ für drei Euro (geringe Geschwindigkeit von bis zu 150 kBit/s) und „Stream-Tarif“ für zwölf Euro, womit auch das Anschauen von Filmen möglich sein soll. 

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