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Ölleck Brasilien entzieht Chevron Öl-Förderlizenz

Genau vor der Küste des Bundesstaates Rio de Janeiro sorgte ein Leck in einer Ölleitung für einen Ölteppich. Jetzt muss der Konzern Chevron dafür Strafe zahlen.

22.11.2011 10:31
Öl-Flächen auf dem Meer vor Rio de Janeiro (Archivbild). Foto: REUTERS

Brasilien hat dem US-Ölkonzern Chevron wegen des Öllecks vor der Küste des Bundesstaates Rio de Janeiro die Bohrlizenzen entzogen. Das Verbot gelte solange bis die Ursachen des Bohrunfalls vom 7. November aufgeklärt und sämtliche Sicherheitsanforderungen erfüllt seien, teilte die brasilianische Energieaufsicht ANP am Mittwoch mit. Chevron hatte die volle Verantwortung für den Unfall übernommen.

Bereits zuvor hatte Brasiliens Regierung hat den US-Ölkonzern wegen des Öllecks Strafzahlung von zunächst 28 Millionen Dollar verpflichtet. Die Summe könne auf 44 Millionen Dollar steigen, teilte die Regierung am Montag mit. Zugleich versicherte die brasilianische Energieaufsicht ANP, es handele sich bei dem Bohrunfall, der sich bereits am 7. November ereignet hatte, nicht um ein „großes Desaster“. Nach Chevron-Angaben entwichen durch das bereits wieder abgedichtete Bohrloch 2400 Barrel Öl in den Ozean. Die Regierung schätzt die Menge allerdings auf rund 5000 Barrel - bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko waren täglich rund 3000 Barrel Öl ins Meer gelaufen.

Der Vorfall warf einen Schatten auf Brasiliens rasant wachsende Ölförderung in der Tiefsee und brachte Sicherheitsfragen auf. Die von dem Unfall betroffene Ölquelle betreibt Chevron in Partnerschaft mit dem brasilianischen Ölkonzern Petrobras und einem japanischen Konsortium. (rtr)

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