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Nutztiere Fingerzeig der Verbraucher

Die Bundesbürger sprechen für schärfere Regeln zur artgerechteren Haltung von Nutztieren aus. Das zeigt, dass Agrarminister nichts Erwähnenswertes im Sinne der Verbraucher zustande gebracht hat. Ein Kommentar.

Christian Schmidt
Minister Christian Schmidt blieb verbindliche Vorschriften schuldig. Foto: Imago

Beim Einkauf tierischer Lebensmittel möchte 80 Prozent der Bevölkerung auf den Verpackungen über die Haltungsbedingungen der Tiere informiert werden. Ebenso viele Menschen fordern, den Einsatz wertvoller Ersatzantibiotika in Tierställen zu verbieten. Zudem befürworten drei Viertel strengere Vorschriften für eine artgerechtere Tierhaltung.

Die Umfrageergebnisse des Instituts Forsa, die der BUND am Mittwoch präsentierte, verweisen darauf, dass Agrarminister Christian Schmidt (CSU) in den vergangenen Jahren nichts Erwähnenswertes im Sinne der Verbraucher zustande gebracht hat. Im Gegenteil: Schmidts Hauptaugenmerk galt stets der konventionellen Landwirtschaft einschließlich Massentierhaltung, Glyphosat-Einsatz und Flächensubventionen. Er tat zwar dies und jenes, bezuschusste klamme Viehhalter in der Milchpreiskrise, plädierte für mehr Schweinefleisch in Schulkantinen und startete eine Kampagne gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. 

Verbindliche Vorschriften zu weniger Pestizideinsatz, artgerechter Tierhaltung und einer besseren Verbraucherinformation blieb der CSU-Mann aber schuldig. Insofern lesen sich die Umfrageergebnisse wie eine Handlungsanleitung für künftige Bundeslandwirtschaftsminister, die nicht allein den Belangen der Bauernverbände, sondern vor allem denen der Bevölkerungsmehrheit Geltung verschaffen wollen.

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