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Morgenbörse Pferdefleisch-Skandal an der Börse

Mit Nestlé musste nun auch ein Großkonzern Produkte wegen Pferdefleisch vom Markt nehmen. Die Börsianer reagieren jedoch gelassener als die Verbraucher auf den Pferdefleisch-Skandal.

Die Börse in Frankfurt. Foto: REUTERS

Eher lustlos geht es derzeit an den Börsen zu. Dabei gibt es genug Gesprächsstoff, von einem “Währungskrieg? bis hin zu durchwachsenen Konjunkturdaten. Auch am Dienstag starten die Händler mit angezogener Handbremse in den Tag. Es fehlt an Vorgaben.

Die Wall Street hatte am Montag wegen des Feiertags “President’s Day? geschlossen. Erst heute Nachmittag wird die Weltleitbörse eine Richtung vorgeben. Die Datenlage bleibt überschaubar. Lediglich der Immobilienpreisindex des Baugewerbeverbands (/National Association of Home Builders/NAHB) steht im Kaldender.

Sehr viel mehr dürfte der ZEW-Index die Börse in den Bann ziehen. Das Konjunkturbarometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung spiegelt die Stimmung an den Finanzmärkten. Nach den jüngsten Erholungssignalen hoffen Händler auf ein weiteres Indiz darauf, dass die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn die Talsohle durchschritten haben könnte.

Die Autoindustrie ist von solchen Signalen weit entfernt. Wie der Branchenverband ACEA am Morgen mitteilte markierte die Zahl der Neuzulassungen innerhalb der EU im Januar den schlechtesten Jahresauftakt seit 1990. Die Nachfrage nach Neuwagen sank im Januar um 8,7 Prozent. Besonders schwach entwickelten sich die Verkäufe in Frankreich (-15,1 Prozent) und Italien(-17,6 Prozent). Der Deutsche Automarkt schrumpfte mit einer Rate von 8,6 Prozent. ACEA nannte lediglich Großbritannien als Land mit deutlich wachsender Nachfrage (+11,5 Prozent). Unter dieser Entwicklung dürfte erneut neben den französischen Herstellern Opel gelitten haben.

Nestlé-Aktie reagiert kaum

Der Pferdefleischskandal erreicht nun auch die Börse. Mit Nestlé hat nun auch ein Großkonzern mit nicht deklariertem Pferdefleisch versetzte Fertigprodukte vom Markt genommen. Die Aktien der Schweizer reagierten zu Handelsauftakt allerdings kaum auf die Nachricht.

Enttäuscht reagierte der Kabelbetreiber Kabel Deutschland. Das Unternehmen darf offenbar wegen kartellrechtlicher Bedenken den Konkurrenten Tele Columbus nicht übernehmen. Erfolg versprechender könnte eine neue Einkaufstour von Siemens werden, falls sich die Berichte bestätigen, denen zufolge der Elektrokonzern die italienische Ansaldo Energia übernehmen möchte.

Asiens Börsen präsentierten sich am Morgen freundlich. Der Gesamtindex MSCI Asia Pacific steht auf dem höchsten Niveau seit 18 Monaten. Lediglich der Nikkei-Index bremste mit einem Rückgang um knapp 0,4 Prozent. Hier streichen Anleger weiter Gewinne ein. Allerdings präsentiert sich die Wirtschaft Nippons auch weiterhin schwach, was jüngste Außerungen aus der japanischen Notenbank untermauerten.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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