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Mobilität Bundesregierung steckt mehr Geld in Radwege-Ausbau

Die Bundesregierung will einen nationalen Radverkehrsplan erstellen. Förderbeträge von bis zu zehn Millionen Euro stehen bereit.

Radfahrer in Frankfurt
Radfahrer in Frankfurt. Foto: Peter Jülich

Der Bund will den Radverkehr in Deutschland stärker fördern. „Die Bundesregierung plant die Aufstellung eines nationalen Radverkehrsplans für die Zeit ab 2020“, heißt es in der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Demnach soll mit den Vorbereitungen auf einen nationalen Radverkehrskongress im Mai 2019 in Dresden begonnen werden.

Laut Ministerium stehen bereits seit Anfang November Förderbeträge von bis zu zehn Millionen Euro für „modellhafte, investive Projekte bereit, die einem erhöhten Fahraufkommen gerecht werden, den Straßenraum bedarfs- und radverkehrsfreundlich umgestalten“. Darüber hinaus können Kommunen auch aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ Mittel für den Radverkehr abrufen. Bislang seien im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ rund 8,8 Millionen Euro für 40 Projekte des Radverkehrs beantragt worden.

Zuspruch von der FDP 

Bei der FDP stoßen die Regierungspläne auf Zuspruch. „Es ist sehr positiv, dass die Bundesregierung einen neuen nationalen Radverkehrsplan für das Jahr 2020 anstrebt und dazu vorher den genauen Finanzbedarf ermitteln will“, sagte FDP-Verkehrsexperte Christian Jung der FR. „Leider liegen bisher zur Wirksamkeit der Radverkehr-Fördermaßnahmen keine evaluierten Vergleichszahlen vor.“ Es müsse vermieden werden, dass durch den Radverkehrsplan einzelne Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt würden, sagte Jung. So sei es wichtig, dass auch „Elektrokleinstfahrzeuge“ wie elektrische Tretroller – so genannte „eScooter“ – berücksichtigt würden.

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