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Mietpreisbremse Debatte um Mietpreisbremse geht nach hinten los

Die Debatte über die Einführung einer Mietpreisbremse hat offenbar das Gegenteil vom gewünschten Effekt bewirkt: Laut einer Studie ziehen die Mieten besonders in städtischen Ballungsräumen deutlich an. Die Vermieter handeln wohl vorsorglich, um den Folgen einer Mietpreisbremse zu begegnen.

13.11.2014 08:17
Plattenbauten in Erfurt. Foto: dpa

Die Debatte über die Einführung einer Mietpreisbremse hat einem Bericht zufolge offenbar das Gegenteil befördert. Die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtete in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf eine Studie für die Bundestagsfraktion der Grünen, dass vor allem die Mieten in den städtischen Ballungsräumen künstlich befeuert anzögen. Die Analyse des Mietmarkts in elf Städten ergab demnach, dass die Mieten "zeitlich parallel zu den politischen Ankündigungen bezüglich einer Mietpreisbremse" deutlich anstiegen.

Dies spreche dafür, dass die Vermieter, so lange sie noch könnten, "vorsorglich" handelten, um den möglichen Folgen eines solchen Gesetzes zu begegnen, zitierte die Zeitung aus der Studie. Der Grünen-Bauexperte Chris Kühn forderte die Regierung vor diesem Hintergrund zum raschen Handeln auf. "Durch die Ankündigungen ohne konsequente Umsetzung hat die Große Koalition die Kosten immer wieder angeheizt", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung". Die Mietpreisbremse müsse nun "schnellstmöglich in die Tat umgesetzt" werden.

Der Bundestag berät am Donnerstag über den Gesetzentwurf. Die "Bild"-Zeitung berichtete dazu in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf ein Gutachten des Eigentümerverbands Haus & Grund, dass das geplante Gesetz verfassungswidrig sei. Der aktuelle Gesetzentwurf verletze das Eigentumsrecht der Haus- und Wohnungseigentümer, zitierte die Zeitung aus dem Gutachten. Durch die Mietpreisbremse sei die Wirtschaftlichkeit der Wohnungsraumvermietung nicht mehr gewährleistet. Vermieter würden sich deshalb vom Markt zurückziehen. (afp)

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