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Messe Die IAA bleibt in Frankfurt

Die Fahrzeugschau bleibt mindestens bis 2019. Die Messe Frankfurt erhält weltweiten Werbeauftrag für die IAA. Automobilverband wird künftig auch Logistikkongress am Main veranstalten.

11.03.2011 17:08
Von Christine Skowronowski
Die IAA bleibt ein Hingucker in Frankfurt - und das bis mindestens 2019. Foto: Michael Schick

Die Messe Frankfurt wird künftig im Ausland verstärkt die Werbetrommel für die Internationale Automobilausstellung (IAA) rühren. Die zusätzliche Dienstleistung ist ein Grund, warum die Mainmetropole den Vertrag für die weltgrößte Autoschau erneut und vor allem bis einschließlich 2019 ergattert hat.
Die Messe werde dazu ihre breite globale Präsenz in 150 Ländern nutzen, sagt ihr Chef Wolfgang Marzin. Dabei geht es vor allem darum, potenzielle neue Besucher etwa aus der wachsenden Zulieferindustrie in Schwellenländern für den Besuch der Schau in Frankfurt zu gewinnen und zu verhindern, dass sie nur Konkurrenzveranstaltungen in anderen Ländern bereichern. „Gute Akquise ist eine Voraussetzung für den Erfolg“, betont der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Die Details müssten aber noch in einem Paket geschnürt werden, meint Marzin. Wirksam wird die Werbeaktion im Ausland wohl erst für die übernächste IAA Pkw im Jahr 2013.

Dass bei den jüngsten „intensiven Verhandlungen“ ernsthaft die Gefahr bestand, Frankfurt könnte die IAA an eine andere Stadt verlieren, ist aufgrund des vollmundigen Lobes von Wissmann für die Qualitäten der Mainmetropole nicht anzunehmen. Aber, der Wettbewerb unter den Kommunen sei hart, betont Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Und wenn zum Beispiel Klaus Wowereit in Berlin die Messe quasi zum Nulltarif anbiete, „dann wird die schönste Braut alt“.

Stillschweigen über Konditionen

Veranstalter der alle zwei Jahre terminierten IAA Pkw ist der VDA. Er mietet das Messegelände an und organisiert die Veranstaltung auf eigene Rechnung. Und so werde das auch in Zukunft bleiben, betont Wissmann. Ein weiteres Novum in dem gerade geschlossenen Vertrag ist, dass der VDA auf dem Messegelände in Frankfurt auch seinen Logistikkongress mit mehreren hundert Teilnehmern veranstalten wird. Vereinbart ist dies laut Wissmann zunächst für die Jahre 2014, 2016 und 2018.
Ob die Messe Frankfurt auch finanzielle Zugeständnisse machen musste, um sich den Großauftrag IAA erneut zu sichern, fällt aus Sicht der Vertragspartner unter den Schutz der Vertraulichkeit. Es sei ein Geben und Nehmen gewesen, sagt Marzin. „Aber wir sind fair miteinander umgegangen.“ Wissmann betont, mit dem Ergebnis sei er „auch als Schwabe zufrieden“.

Nach der krisenbedingt schwachen IAA 2009 werden diesmal wieder deutlich mehr Aussteller in Frankfurt erwartet. Die Auslastung des Geländes werde auch wegen zusätzlicher Angebote stärker sein, sagt Marzin. Konkretere Angaben plant der Veranstalter Anfang April. Die diesjährige IAA findet vom 15. bis 25. September statt.

Auch das Motto für die Autoschau soll im April stehen. Dem Vernehmen nach dürfte dabei die Elektromobilität im Mittelpunkt stehen. Um sie ranken sich in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen.

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