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Mehrwegsystem Mehrweg stärken

Discounter wie Lidl und Aldi sowie Getränkekonzerne wie Coca-Cola und Pepsi schwächen das Mehrwegsystem. Die Bundesregierung muss dringend gegensteuern. Ein Kommentar.

Kasten mit Mehrwegflaschen
Mehrweg ist das mit Abstand umwelt- und klimafreundlichste System bei Getränken. Foto: imago

Die Bundesregierung wird nicht müde, sich mit ihrer vorbildlichen Umweltpolitik zu brüsten. Da ist auch was dran. Ein Beispiel ist das zu Unrecht vielfach geschmähte Getränke-Einwegpfand für Dosen und Plastikflaschen. In Deutschland ist die Rückgabequote bei nahezu 100 Prozent.

Wer in einem anderen EU-Land in diesem Sommer Urlaub gemacht hat, der weiß, dass es dort ganz anders läuft. Leere Plastikflaschen sind dort zu einem großen Ärgernis und einem Riesen-Umweltproblem geworden. Sie liegen überall herum.

Das einst von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Einwegpfand hat hingegen hierzulande die immer wieder beschworene Lenkungswirkung erzielt. Doch das ist nur die zweitbeste Lösung. Noch viel mehr wäre möglich. Und da kneift die aktuelle Bundesregierung. Mehrweg ist das mit Abstand umwelt- und klimafreundlichste System bei Getränken. Und Deutschland hat noch immer das weltweit beste Mehrwegsystem, das über Jahrzehnte gewachsen ist.

Doch Discounter wie Lidl und Aldi sowie Getränkekonzerne wie Coca-Cola und Pepsi schwächen das Mehrwegsystem zunehmend. Weil Einweg besser in die betriebswirtschaftliche Logik dieser Unternehmen passt. Deshalb sinkt die Mehrwegquote bei den Getränken rapide. Die Politik muss dringend gegensteuern. Zum Einwegpfand muss noch zusätzlich eine Abgabe auf Ex-und-hopp-Pullen und auf Dosen erhoben werden, um Mehrweg zu stärken.

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