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Medienbericht Millionenklage gegen Schlecker zugelassen

Anton Schlecker und seine Familie müssen sich nicht nur in Deutschland vor Gericht verantworten. In Österreich wurde eine millionenschwere Ziviklage gegen den ehemaligen Drogerieunternehmer zugelassen.

21.04.2017 18:54
Anton Schlecker und seine Frau Christa.
Anton Schlecker und seine Frau Christa. Foto: Marijan Murat (dpa)

Das Landgericht im österreichischen Linz hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge eine Zivilklage gegen den ehemaligen Drogerieunternehmer Anton Schlecker und weitere Familienmitglieder zugelassen.

Wie das Magazin am Freitag vorab berichtete, geht es dabei um die Insolvenz der österreichischen Kette Dayli, einer früheren Tochter von Schlecker. Betroffen von der Klage sind demnach auch Schleckers Frau und die beiden Kinder.

Schaden soll mehr als 170 Millionen Euro betragen

Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner fordert dem Bericht zufolge von den Schleckers 20 Millionen Euro Schadenersatz. Zwischen 2008 und 2011 sollen mittels Scheindarlehen Gelder von der Schlecker-Tochter in Österreich nach Deutschland abgezweigt worden sein. Der Insolvenzverwalter beziffert den entstandenen Schaden auf bis zu 172 Millionen Euro.

"Das Gericht soll klären, ob die Familie für diese Abflüsse haftet", erklärte Mitterlehner zu dem Fall. Die Anwälte der Familie Schlecker halten die Klage in Österreich indes für unbegründet.

Im Stuttgarter Prozess gegen den einstigen Drogerienmarkt-König wirft die Staatsanwaltschaft Anton Schlecker vor, mehr als 25 Millionen Euro an seine Frau Christa sowie seine Kinder Lars und Meike verschoben und dem Zugriff der Gläubiger entzogen zu haben. (afp/dpa)

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