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Korruption Air Berlin beschenkte Abgeordnete

XL-Flugsitze und mehr Beinfreiheit - davon verspricht sich Air Berlin konstruktive Unterstützung durch die Politik. Die Fluggesellschaft schickte Abgeordneten eine Topbonus Card Gold, die sie auch privat nutzen sollten.

11.10.2011 17:59
Matthias Thieme
Triebwerk bis ins Parlament. Air-Berlin verschenkte Topbonus-Karten an Abgeordnete. Foto: dpa

Im Januar 2010 erhielten alle Bundestagsabgeordneten freundliche Post von Air Berlin. Die Fluggesellschaft wünsche den Parlamentariern „eine glückliche Hand bei allen Ihren politischen Entscheidungen“ des neuen Jahres, hieß es gleich zu Beginn des Briefes, der vom damaligen Firmenchef Joachim Hunold persönlich unterzeichnet war und der Frankfurter Rundschau vorliegt.

Hunold schrieb den Abgeordneten ganz unverblümt: „Für uns ist die Unterstützung durch die Politik in Deutschland von großer Bedeutung.“ Schließlich sei die Flotte Air Berlins ja eine der modernsten und verbrauchärmsten, lobte der Firmenchef sein Unternehmen. Man habe übrigens auch ein Faltblatt zum umweltbewussten Flugverkehr Air Berlins für die Abgeordneten beigelegt und freue sich sehr, wenn die Politiker es einmal überfliegen würden.

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