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Kommentar zu Palmöl Kritisches Misstrauen

Da hat der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) gründlich sein Fett abbekommen. Eine neue Studie bescheinigt dem vom World Wide Fund For Nature (WWF) und zahlreichen Unternehmen initiierten Projekt für nachhaltiges Palmöl gravierende Mängel.

Da hat der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) gründlich sein Fett abbekommen. Eine neue Studie bescheinigt dem vom World Wide Fund For Nature (WWF) und zahlreichen Unternehmen initiierten Projekt für nachhaltiges Palmöl gravierende Mängel. Kurz gesagt: Dem Label RSPO, das signalisieren soll, dass Firmen der Palmölbranche freiwillig mehr für Naturschutz und Menschenrechte tun, ist nicht zu trauen. Denn RSPO-Mitgliedsunternehmen roden illegal Regenwald, vertreiben Kleinbauern von ihrem Land und verstoßen gegen grundlegende Mitbestimmungsrechte.

Die beteiligten Unternehmen, mehr noch aber der WWF als Naturschutzorganisation haben damit ein gravierendes Glaubwürdigkeitsproblem. Sie sollten nun alles tun, um die RSPO-Kriterien zu verschärfen und ihre Einhaltung strikter zu überprüfen. Verstöße müssen umgehend mit dem Ausschluss von Unternehmen sanktioniert werden.

Und was bleibt den Konsumenten? Nichts anderes als grundsätzliches Misstrauen angesichts eines oft gezielten Etikettenschwindels. Von bunten Labels und Zertifizierungen sollten sich Verbraucher im Supermarkt nicht vorschnell blenden lassen. Kritisch nachfragen, Rechenschaft fordern und Alternativen prüfen – nur so sind Unternehmen zu bewegen.

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