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Kommentar zu Opel Verständnis für die Opelaner

Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werks tanzt aus der Reihe und lehnt den Mastervertrag für den Autobauer ab. Das ist nur logisch. Denn verlieren können die Opelaner nur wenig.

Arbeiter auf dem Weg zur Spätschicht im Opelwerk Bochum. Foto: dpa

Entscheidend ist, was von 2015 an passiert. Bis dahin sind betriebsbedingte Kündigungen auch ohne Mastervertrag ausgeschlossen. Danach wird das Werk nicht von einem Tag auf den anderen dichtgemacht. Das Opel-Management spricht denn auch davon, dass die Produktion des Zafira, des für Bochum entscheidenden Modells, Ende 2014 „auslaufen“ werde.

Der Wagen wird in Bochum weitergebaut bis Ende 2016. Doch die Nachfrage wird immer weiter zurückgehen. Damit geht einher, dass Stellen abgebaut werden. Das war aber auch im Mastervertrag so vorgesehen, inklusive betriebsbedingter Kündigungen.

Nachverhandlungen möglich

Die Bochumer können noch etwas gewinnen, wenn sie es schaffen, Verbindliches für die Zeit nach 2016 festzuzurren. Da gab es im Mastervertrag viele unverbindliche Versprechungen. Gesichert sind nur 450 Jobs in einem Ersatzteillager.

Das Ziel für die Betriebsräte im Bochumer Opel-Werk ist klar: Sie können erreichen, dass Komponenten, Getriebe etwa, vor Ort gefertigt werden. Da gibt es zwar die eine Hürde: Das Opel-Management will nicht mehr verhandeln. Doch diese Position lässt sich auf Dauer kaum durchhalten. Denn die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wird massiv Druck für neue Gespräche machen.

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