Lade Inhalte...

Kommentar Die Innovationsverweigerer

Obwohl im Flugzeugbau noch Einiges zu erreichen wäre, geht es kaum noch voran. Boeing und Airbus scheuen das Risiko. Und echte Konkurrenz gibt es nicht mehr.

Der Markt wird’s richten und die Technologie vorantreiben? Bei Passagierflugzeugen gilt dieses Prinzip nicht mehr. Die jüngsten Entwicklungen mit sparsameren Triebwerken wurden vor allem durch Newcomer wie Bombardier und Embraer angestoßen. Die beiden attackierten die Platzhirsche Boeing und Airbus. Diese reagierten prompt und starteten selbst Programme für spritsparende Flieger. Doch mittlerweile stagniert die Entwicklung, obwohl noch erheblich mehr Effizienz möglich ist, um das Fliegen umweltfreundlicher und billiger zu machen. Etwa durch neue Antriebsaggregate mit offenen Rotoren.

Doch wer soll die Entwicklungen vorantreiben? Airbus und Boeing haben sich inzwischen mit den Flugzeugbauern bei Bombardier und Embraer zusammengetan. Das globale Airbus-Boeing-Duopol kann die Sache gemächlich angehen. Kein Wunder, dass die Entwicklung der Boeing 797 auf die lange Bank geschoben wird. Das ist betriebswirtschaftlich sinnvoll. Denn in kaum einer anderen Branche sind Innovationen so teuer und so riskant wie in der Fliegerei.

Wie lässt sich das Dilemma lösen? Denkbar wäre eine intelligente und koordinierte Technologieförderung durch EU und US-Regierung, etwa bei der Grundlagenforschung. Doch mit US-Präsident Donald Trump ist so etwas nicht zu machen.  

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen