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Kartellamt Kooperation von RWE und Gazprom problematisch

Gazprom und RWE wollen bei der Stromerzeugung in Westeuropa zusammenarbeiten. Ob die Kooperation der Energieunternehmen rechtens ist, überprüfen Kartellbehörden.

28.07.2011 14:15
RWE-Vorstandsvorsitzender Großmann im Februar: Die geplante Kooperation von RWE mit Gazprom wirft Fragen auf. Foto: dapd

Die geplante Kooperation von RWE mit dem russischen Gasriesen Gazprom wird auf jeden Fall die Kartellbehörden beschäftigen.

Ob sich die Wettbewerbshüter in Brüssel oder in Bonn mit dem Fall beschäftigten, hänge davon ab, wie die Zusammenarbeit zwischen den beiden ausgestaltet werden solle, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt.

Aber gleichgültig, wer sich mit dem Fall befasse, es liege auf der Hand, das es hier wettbewerbliche Fragen gebe. Es gehe um einen wie auch immer gearteten Zusammenschluss eines marktbeherrschenden Stromerzeugers und eines marktbeherrschendes Gaslieferanten. Hinzu komme, dass Gazprom über seine diversen Beteiligungen auch ein großer Inhaber von Gasfernleitungen sei.

Mundt kündigte eine "völlig offene und unvoreingenommene" Prüfung an. Die Prüfungen seien unabdingbar weil beide Unternehmen zumindest was Deutschland betreffe, marktmächtig seien. "Ob sie marktbeherrschend sind, muss dann in einer vertieften Prüfung herausgefunden werden."

RWE und Gazprom hatten Mitte Juli angekündigt, dass sie bei der Stromerzeugung in Westeuropa in großem Stil zusammenarbeiten wollen und eine entsprechende Grundsatzerklärung unterzeichnet. Es werde darüber verhandelt, bestehende oder neue Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und den Beneluxländern in ein gemeinsames Unternehmen einzubringen. (dpa)

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