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Kampf gegen Heuschrecke Münchener Finanzinvestor will Hessnatur

Im Bieterkampf um den Öko-Textilversender Hessnatur hat offenbar ein Finanzinvestor aus München die Nase vor. In der Branche kursiert die Spekulation, dass die Investmentgesellschaft Paragon Partners den Zuschlag bekommen könnte.

09.06.2011 14:09
Käufer von Öko-Waren schauen nicht nur die Produkte genau an. Auch die Unternehmen müssen einwandfrei geführt werden. Foto: Winfried Eberhardt

„Wir können das weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Firmensprecher der FR. Hessnatur gehört zur Primondo Specialty Group (PSG), die wiederum Teil des insolventen Arcandor-Konzerns ist. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte ein PSG-Sprecher. Nach wie vor werde aber angestrebt, dass noch im Juni über den künftigen Eigentümer entschieden werde.

Paragon verwaltet derzeit nach eigenen Angaben 300 Millionen Euro Eigenkapital. Zum Portfolio gehört unter anderem die Schülerhilfe, die Nachhilfe und Coaching für Schüler anbietet. Verbindliche Angebote für Hessnatur mussten bis Ende voriger Woche eingereicht werden. Der Kaufpreis soll zwischen 26 und 27 Millionen Euro liegen. Zu den Interessenten gehört auch die Genossenschaft Hn-Geno. „Wir halten es für bedrohlich, wenn ein Finanzinvestor den Zuschlag bekommen sollte“, so Walter Strasheim-Weitz, Betriebsratschef von Hessnatur und Vorstand der Hn-Geno. Es bestehe die Gefahr, dass das Unternehmen nach drei Jahren weiterverkauft werde – womöglich sogar an Carlyle. Die Genossenschaft hatte sich gegründet, um die Veräußerung an den US-Finanzinvestor, der auch in der Rüstungsbranche aktiv ist, zu verhindern.. ( fw)

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