Lade Inhalte...

Hitze Versicherungen rechnen mit Milliarden-Schaden

Die Dürre wird bei den Landwirten in Deutschland nach Schätzungen der Versicherungsbranche Schäden von mindestens zwei Milliarden Euro anrichten.

02.08.2018 13:11
Weizenernte
Nordrhein-Westfalen: Ein Riss geht durch die vertrocknete Erde eines abgeernteten Weizenfeldes. Foto: Martin Gerten

Die Dürre wird bei den Landwirten in Deutschland nach Schätzungen der Versicherungsbranche Schäden von mindestens zwei Milliarden Euro anrichten.

Das sei „ein krasser Ausreißer nach oben“, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mit. Im Schnitt der vergangenen 25 Jahre hätten Wetterrisiken - Sturm, Hagel, Trockenheit und Überschwemmungen - jährliche Ernteausfälle von gut 500 Millionen Euro verursacht.

Einen ähnlich hohen Schaden mit fast zwei Milliarden Euro habe es zuletzt 2003 gegeben. Damals herrschte ebenfalls eine erhebliche Trockenheit.

GDV-Landwirtschaftsexperte Rainer Langner erläuterte, dass sich Bauern zwar gegen Dürreschäden versichern könnten. „Nur sind die Prämien und Selbstbehalt tatsächlich so hoch, dass sich diesen Versicherungsschutz im Augenblick kaum ein Landwirt leisten kann.“

Hintergrund sei, dass Trockenheit zwar nicht häufig und regelmäßig vorkomme. Wenn doch, seien aber meist mehrere Regionen betroffen und der Schaden sei entsprechend groß. Hagelschäden gebe es häufiger, sie seien aber auch stärker regional begrenzt. Daher seien fünf Millionen Hektar Ackerflächen gegen Hagel versichert, aber nur rund 5000 Hektar gegen Dürreschäden. (dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen