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Handelsstreit Aus G7 macht G6

Beim G7-Finanzministertreffen in Kanada zeigt sich, dass die Kluft zwischen den USA und den anderen westlichen Wirtschaftsmächten kaum größer sein könnte. Der Kommentar.

Steven Mnuchin
US-Finanzminister Steven Mnuchin beim Gipfeltreffen im kanadischen Whistler. Foto: rtr

Selbst Donald Trump hat eine Weile gebraucht, um die Welt gegen sich aufzubringen. Entsetzt von seiner rücksichtslos nationalen Politik waren von Anfang an zwar die meisten der Staats- und Regierungschef in Europa, Australien oder Asien. Doch die meisten schienen wie allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf zu setzen, durch Gespräche, durch persönliche Begegnungen, durch Reden das Schlimmste verhindern zu können.

Mit dieser Hoffnung ist es vorbei, spätestens seit Trump seine Zölle nun auch gegen Europa, Kanada und Mexiko verhängt.

Auf G 7-Gipfeln, auf denen die großen, traditionellen Wirtschaftsmächte und Demokratien zusammenkommen, hat es auch früher schon gekracht. Man denke an die frostige Atmosphäre in Zeiten von Helmut Schmidt und Jimmy Carter. Nie aber waren die Fronten derart verhärtet wie heute. Zu Recht spricht die französische Regierung von der neuen G 6-Gruppe, in der alle gegen einen stehen – Russland haben die westlichen Demokratien vor vier Jahren von ihren Gipfeln ausgeschlossen.

Ein Rauswurf droht den USA nicht, schon weil ohne sie solche Veranstaltungen keinen Sinn ergeben. Mit ihnen aber leider auch immer weniger. In wenigen Tagen werden die Staats- und Regierungschefs auf ihrem G 7-Gipfel die Schlacht fortsetzen. Auch dort werden die Vereinigten Staaten so isoliert dastehen wie niemals zuvor.

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