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Grippewelle Krankenstand auf Rekordhöhe

In deutschen Unternehmen geht die Grippe geht um und lässt die Zahl der erkrankten Beschäftigten in die Höhe schnellen.

05.06.2018 13:04
Grippewelle
Die Grippewelle 2017/18 war die schwerste in Deutschland seit vielen Jahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die am Jahresanfang grassierende Grippewelle hat den Krankenstand der Beschäftigten in Deutschland auf einen neuen Höchststand steigen lassen.

Im ersten Quartal sei der Anteil der erkrankten Beschäftigten im Schnitt auf 5,5 Prozent gestiegen - das sei die höchste Krankenstandsquote seit 1996, beichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gemessen wurden die Erkrankungen am Monatsersten und anschließend gemittelt.

Der aktuelle Wert übertrifft damit sogar die bereits recht hohe Quote des Vorjahresquartals - und zwar um 0,3 Prozentpunkte, berichtet die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit. Im Schnitt waren die 40,1 Millionen Arbeitnehmer in dem Quartal 3,4 Tage krank, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als in den ersten drei Monaten 2017.

Nach Angaben von IAB-Forscher Enzo Weber ist seit Jahren ein leichter Anstieg beim Krankenstand in deutschen Betrieben festzustellen. Dies hänge auch mit dem gestiegenen Durchschnittsalter der Beschäftigten zusammen. Die gute Arbeitsmarktsituation spiele dabei ebenfalls eine gewisse Rolle. „In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit hat sich der eine oder andere Arbeitnehmer noch krank zur Arbeit geschleppt“, sagte Weber.

Leicht gestiegen ist demnach von Januar bis März die Zahl der bezahlten Überstunden. Mit im Schnitt 5,2 Stunden pro Beschäftigtem lag der Umfang der vergüteten Mehrarbeit im ersten Quartal um 0,2 Stunden höher als vor einem Jahr.

Insgesamt leisteten die deutschen Beschäftigten in dem Dreimonats-Zeitraum 206,7 Millionen Überstunden. Die Zahl der unbezahlten Mehrarbeit pro Beschäftigtem blieb dagegen mit im Schnitt 5,9 Stunden konstant. Insgesamt wurden im ersten Quartal 236,7 Millionen Überstunden geleistet - rund 5 Millionen mehr als im ersten Quartal. Allerdings sei in der Zeit auch die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen, gibt das IAB zu bedenken. (dpa)

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