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Gender Pay Gap Firmen, bitte umdenken!

Eine Studie zeigt die alarmierenden regionalen Unterschiede zwischen den Lücken auf. Sie bestätigen: Frauen sind benachteiligt - und noch mehr. Der Kommentar.

Der Gender Pay Gap löst bei vielen Menschen Schnappatmung aus. Lassen wir mal die Menschen außen vor, die sich grundsätzlich an allen Sätzen stören, die das Wort „Gender“ beinhalten, bleiben zwei Gruppen übrig: Zum einen Menschen, die eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit empfinden, dass im Jahr 2018 Frauen immer noch sechs Prozent weniger Lohn für die gleiche Arbeit bekommen und durchschnittlich 21 Prozent weniger, wenn man Faktoren wie Erziehungszeit, Position oder Branche abzieht. Zum anderen sind das Personen, die die Lohnlücke nicht wahrhaben wollen oder Erklärungen finden, die die Lücke rechtfertigen sollen.

Aber so ist die Lohnlücke von 21 Prozent nicht falsch, sie erklärt nur einen anderen Sachverhalt: Wie genau lautet die vorurteilsfreie Erklärung dafür, dass eine Altenpflegerin schlechter bezahlt wird, als jemand, der einen technischen Beruf ergreift?

Nun zeigt eine Studie die alarmierenden regionalen Unterschiede zwischen den Lücken auf. Sie bestätigen: Frauen sind benachteiligt. Der Gender Pay Gap liegt zwischen 38 und minus 17 Prozent. Der Studie fehlen bisher valide Gründe für die Unterschiede. Sie liegen auf der Hand: Noch immer wählen meist Männer besser bezahlte Jobs. Um das zu ändern, müssen Unternehmen mehr technikbegeisterte Frauen einstellen. Die gibt es: Ein Viertel der Studenten, die sich im letzten Wintersemester in ein ingenieurwissenschaftliches Fach eingeschrieben haben, sind Frauen.

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