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Studium Eine Win-Win-Situation

Stipendien für ausländische Studierende zahlen sich aus - sowohl für die Studenten als auch für Deutschland.

17.04.2018 10:25

Deutschland zählt zu den attraktivsten internationalen Hochschulstandorten und Gastländern weltweit. Im Wintersemester 2017/2018 waren rund 360.000 ausländische Studierende an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Sie kommen vermehrt aus China, Indien und Russland.

Als Gründe für ihre Wahl nennen sie unter anderem die Ausbildungskosten, Reputation und Qualität der Hochschulen, persönliche Sicherheit und Stipendienmöglichkeiten. Die Zahl der Institutionen, die Stipendien vergeben – darunter der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die politischen Stiftungen sowie weitere Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Kirche und Zivilgesellschaft – vergrößert sich stetig. Das ist gut eingesetztes Geld.

Patrick Bakengela Shamba aus der Demokratischen Republik Kongo ist ein gutes Beispiel: Er hat mit einem Stipendium in Deutschland in Verwaltungswissenschaften promoviert. Heute ist er Professor und Programmdirektor des „Congolese German Centre of Excellence for Microfinance“. 2008 gegründet, berät es Institutionen, die Mikrokredite vergeben und eröffnet so Existenzgründerinnen und Existenzgründern den dringend benötigten Zugang zu Kapital.

Außerdem werden Masterkurse in Mikrofinanzen und Business Administration angeboten und somit auch das nötige Fachwissen vor Ort gestärkt. Bis heute haben hier 200 Studierende ihren Master erworben. Um Lehre und Forschung in den Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften zu fördern, ist Shamba außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Komitees einer Doktorandenschule der Université Protestante au Congo in Kinshasa.

Er ist kein Einzelfall. Viele ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten nehmen heute Schlüsselstellungen in ihren Ländern ein und tragen zur deren Entwicklung bei.

Gut ausgebildete Akademiker, die ihr Gastland kennen und Deutsch sprechen, sind auch ein Gewinn für Deutschland: Sie sorgen für wirtschaftliche und politische Vernetzung und für Kooperation. Auch die Forschung am Wissenschaftsstandort Deutschland wird durch die so entstehende weltweite Mobilität und den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch bereichert und gestärkt. In einer globalisierten Welt ist das ein Gewinn für alle.

Die Autorin leitet den Vorstandsbereich „Internationale Programme und Inlandsförderung“ von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst.

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