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Konsum Vertrauen zurückerobern

Verbrauchersorgen müssen ins Schlaglicht.

20.02.2017 14:16

Themen, die Menschen unmittelbar betreffen, sind den Menschen wichtig. Deshalb ist Verbraucherschutz eigentlich für jeden relevant. Doch bei wem fühlen sich Verbraucher gut aufgehoben?

Laut einer repräsentativen Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) sind es nur 19 Prozent, die beim Thema Verbraucherschutz der Politik vertrauen. Am 24. September 2017 ist Bundestagswahl. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert von den Parteien, die zur Wahl antreten, Interessen von Verbrauchern in den Blick zu nehmen und ihnen passende Lösungen anzubieten. Nur so kann die Politik bei Verbrauchern punkten, nur so kann die Politik verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Deshalb ist es höchste Zeit, sich eben mit verbrauchernahen Themen zu beschäftigen und genau hinzuhören: unter anderem auch beim Thema Altersvorsorge. Wie können sich Menschen für das Alter absichern?

In Deutschland steuern erhebliche Teile der Gesellschaft auf eine Vorsorgelücke zu. Abhilfe würde ein Standardprodukt leisten, das nicht gewinnorientiert ist. Denn jeder Euro, der nicht in Marketing und Provisionen fließt, bedeutet für Verbraucher Rendite.

Oder: Wie kann die Politik gesetzlich Krankenversicherte vor steigenden Kosten schützen? Kosten müssen gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung muss wieder gleichermaßen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert sein.

Auch pflegebedürftige Verbraucher müssen finanziell entlastet werden. Sie und ihre Angehörigen müssen steigende Kosten im Pflegefall privat schultern. Als Verbraucherschützer fordern wir eine gesetzliche Regelung, die es ermöglicht, Pflegeversicherungsleistungen regelmäßig, in kurzen Abständen und nach festgelegten Kriterien anzupassen.

Und schließlich müssen sich Verbraucher vor Diskriminierung in der digitalen Welt schützen können. Angebote für Verbraucher im Netz müssen transparent sein. Wer erhält hier Provisionen und wie funktionieren Suchanzeigen im Netz? Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert einen Algorithmen-TÜV: Aufsichtsbehörden müssen für mehr Transparenz sorgen und Diskriminierung aufdecken.

Viel Zeit, das Vertrauen von Verbrauchern zurückzugewinnen, bleibt nicht. Denn es sind nur noch sieben Monate bis zur Bundestagswahl.

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