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Gastwirtschaft Taler, Taler, du musst wandern

Plädoyer für eine Gebühr auf die Geldhaltung

22.07.2015 09:24

Was alleine Geld ist, jener universale Anspruch an den Markt, haben die Abhebungen der griechischen Bürger in den vergangenen Wochen deutlich gemacht! Denn würde es sich auch bei den Bankeinlagen um „Geld“ handeln – gleichgültig ob auf Giro-, Spar- oder Terminkonten gutgeschrieben – wäre dieses Abheben ja überflüssig!

Und weil nur Bargeld Geld ist, steht auch nur dessen Vermehrung unter Strafandrohung, während die der Guthaben unbegrenzt erlaubt ist! Denn mit der Bildung dieser Guthaben wird gesichert, dass die Banken das übrige Geld der Sparer wieder über Kredite in den Kreislauf zurückgeben und diesen damit geschlossen halten! Und weil dieses Geld der Schlüssel zu allen Marktvorgängen ist, werden dessen Überlassung, ob an Banken oder Dritte, heute auch mit Zinsen belohnt. Zinsen, die jedoch als Gewinn für die Verleiher und als Belastung der Gesamt-Wirtschaft zu Buche schlagen und damit wiederum – nach den Gesetzen des Zinseszins-Prinzips – die Masse der Geldvermögen und Schulden laufend vermehren!

Diese Vorgänge führen jedoch nicht nur zu dauernd zunehmenden Vermögensgrößen, sondern vor allem auch zu einer Konzentration bei dem bereits reichsten Zehntel der Haushalte, was, in immer kürzeren Zeitabständen, an den Verdoppelungen der Milliardäre in der Welt abzulesen ist! Und da dies schließlich nicht mehr durch Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden kann, muss – nach den Gesetzmäßigkeiten der Mathematik – die Mehrheit der Bürger ärmer werden und unsere Geld-Systeme letztendlich immer wieder kollabieren!

Was müsste geschehen? Schließt man Rüstungs-Orgien oder gar Kriege aus, bleibt nur eine radikale Reduzierung der Zinsströme als Rettungsmöglichkeit. Die gewollte Niedrigzins-Politik der Notenbanken in unseren Tagen – zur Deflations-Vermeidung eingeleitet – könnte zwar die Katastrophen-Entwicklung bereits abbremsen. Doch lösbar ist das Problem nur mit einem Geld, dessen Umlauf auch ohne ständige Zins-Belohnung funktioniert. Zum Beispiel mit einer Gebühr auf die Geldhaltung! Eine Lösung, die bereits in den Zwanziger Jahren diskutiert wurde und auch in unseren Tagen wieder auflebt.

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