Lade Inhalte...

Facebook und Co. Echte Hassliebe

Zwischen Fake und Freundschaft: Facebook kann, wenn man es will und die richtigen Menschen in seinem Netzwerk hat, helfen und weltweit verbinden. Aber ...

05.09.2018 17:04
Facebook
Facebook: man liebt es und/oder hasst es. Foto: dpa

Zwischen den Meinungen „In Facebook tummeln sich nur Idioten und Feiglinge“ und „Facebook ist ein Eldorado für alle Geschäftstreibende“ liegen Welten - und dennoch kommen diese sehr konträren Aussagen aus ein und demselben Netzwerk. Nämlich meinem. Keine andere Plattform spaltet die Nation so wie Facebook. Erst recht nicht nach dem jüngsten Skandal. Fakt ist, dass es weltweit zwei Milliarden aktive Facebook-Nutzer gibt. 1,3 Milliarden sind täglich auf Facebook. Und auch in Deutschland sind monatlich über 25 Millionen aktiv.

Es ist immer wieder interessant zu erleben, wie unterschiedlich Facebook wahrgenommen wird. Ein Vorwurf richtet sich vor allem an die Nutzer dieses Mediums: Es gäbe zu viele stille Leser und die stärksten Reaktionen gäbe es auf Katzen- und Essensbilder.

Umso mehr hat es mich berührt, dass ich aufgrund einer Videobotschaft „Welcher Satz gibt Euch Mut und bringt Euch ins Handeln? Wann, würdet Ihr sagen, seid Ihr tatsächlich gescheitert?“ so viel wertvolle Resonanz erhalten habe wie noch nie zuvor.

1638 Aufrufe und 144 nur positive und reflektierte Sätze löste dieser Post aus. Das Besondere daran ist nicht die gewonnene Sichtbarkeit, sondern die entstandene Energie und das respektvolle Miteinander zwischen Menschen, die sich persönlich bisher nicht begegnet sind.

Denn auch das macht Facebook möglich. Es kann, wenn man es will und die richtigen Menschen in seinem Netzwerk hat, helfen und weltweit verbinden. Entscheidend für eine wertschätzende Kommunikation ist, wie man Begriffe generell definiert.

Was ist Mut und wann beginnt Scheitern? Da gab es verschiedene Ansichten, die bereichert und zur Selbstreflexion angeregt haben. Nur Facebook wäre eben nicht Facebook, wenn danach nicht etwas Sonderbares passiert wäre: Ein Ansturm an Freundschaftsanfragen brach los und ich hatte Mühe, dessen Herr zu werden.

Da ich alles prüfe, musste ich jede zweite Anfrage löschen, denn es waren offensichtlich keine echten Nutzer. Ich war erstaunt, wie viele dieser Fakeprofile Kontakte meines Netzwerkes waren. Aufgrund dieser Erfahrung wundert es mich nicht, dass Facebook allein in den beiden vergangenen Quartalen 1,3 Milliarden gefälschte Profile gelöscht hat.

Die Autorin ist Unternehmerin, Personalexpertin und Buchautorin.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen