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Energiewende Belastung hält sich in Grenzen

Die Kosten der Energiewende sind nur eine Marginalie. Dabei sind die strom- und international handelsintensiven Unternehmen bis heute damit überhaupt noch nicht belastet worden.

23.05.2015 13:35
Die Belastung durch die Energiewende hält sich im Einzelnen stark in Grenzen. Foto: dpa

Was ist nicht schon alles über die deutsche Energiewende geschrieben worden. Vieles ist wissenschaftlich nicht haltbar und wurde zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen von Lobbyisten verfasst. Die Energiewende, die im Wesentlichen aus einem endgültigen Atomausstieg bis 2022 und einem forcierten Ausbau erneuerbarer Energien (EE) besteht, rückt dagegen zu Recht die ökologische Frage in den Mittelpunkt.

Wir alle haben nur eine Erde (Umwelt), und die ist massiv bedroht. Deshalb ist die Energiewende so wichtig: Sie schafft das AKW-Risiko ab und impliziert durch die EE weniger CO2-Emissionen, also weniger negative Folgen für das Klima und für die Erderwärmung.

Hier müssen im internationalen Kontext zur Umsetzung des deutschen Klimaziels noch 22 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, damit es zu einer 40-prozentigen Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2020 in Deutschland kommt. Bis 2050 heißt die Einspargröße 80 bis 95 Prozent.

Die Umsetzung, allein bis 2020, ist aber aus heutiger Sicht hochgradig gefährdet. Trivial ist die Feststellung, dass dem ökologischen Nutzen aus der Energiewende, den alle gut finden, auch Kosten folgen. Hier gilt dann aber sofort: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“, und das Spiel der Lobbyisten beginnt, die anfangen die Öffentlichkeit zu verdummen und die Politik zu manipulieren.

Die Wahrheit ist aber, dass das Herzstück der Energiewende, das 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bis 2014 Kosten in Höhe von rund 100 Mrd. Euro verursacht hat, jahresdurchschnittlich also gut 6,6 Milliarden Euro. Diese Kosten wurden von 40 Millionen privaten Haushalten und vom EEG nicht befreiten Unternehmen getragen. Die Belastung hält sich im Einzelnen also stark in Grenzen.

Und für die deutsche Volkswirtschaft als Ganzes sind die Kosten der Energiewende sogar nur eine Marginalie, wenn man bedenkt, dass das verfügbare Einkommen 2014 bei 2423 Milliarden Euro lag und die Deutschen davon 258 Milliarden Euro gespart haben.

Außerdem sind die strom- und international handelsintensiven Unternehmen bis heute, völlig zu Unrecht, mit der Energiewende überhaupt nicht belastet worden. Ihre Lobbyisten schreien aber am meisten und natürlich die Energieunternehmen, die die Energiewende selbstverschuldet voll verschlafen haben.

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