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Gastwirtschaft Die Kraft der Idee

Lieber miteinander statt übereinander reden. Ein Gastbeitrag.

Boris Grundl
Boris Grundl Foto: Wolfgang List

Worüber reden Personen in Ihrem Umfeld am häufigsten? Über Ideen? Geschehnisse? Menschen? Ja, „über“ Menschen, nicht „mit“ ihnen. Sie kennen die Antwort auch ohne langes Nachdenken. Als Coach frage ich Sie hier: „Wie ist das bei Ihnen? Ideen, Geschehnisse oder Menschen?“

Wer sich selbst reflektiert, weiß, wie viel sein Gehirn denkt und innere Dialoge führt – und welche Menge davon unbewusst und unproduktiv ist. Um das Beste zu finden, müssen wir immer wissen, was unseren Kopf beschäftigt. Der einzige Weg dorthin ist, sich selbst zuerst beim Denken und dann beim Reden zu beobachten – klar und ungetrübt zu erkennen, was da vor sich geht. Das ist und bleibt spannend. Tag für Tag.

„Große Geister diskutieren Ideen; normale Geister diskutieren Geschehnisse; kleine Geister diskutieren Menschen“, soll die Ausnahmedenkerin Eleanor Roosevelt gesagt haben. Das ist eine tolle Orientierungshilfe. Und was halten Sie davon: „Ich möchte nicht der sein, den meine Eltern in mir sehen, nicht der, den mein Partner sehen will. Oder mein Chef. Oder die Gesellschaft. Ich bin auch nicht der, der ich einmal war. Ich bin der, der ich bin!“

Liest sich das wie realitätsfremder, philosophischer Quatsch oder erkennen Sie darin die Kraft eines selbstbestimmten Lebens? Sie entscheiden! Ich bin überzeugt: Genau diese Gedanken werden täglich für jeden wichtiger. Sobald Sie anfangen, über „Ihr Dasein“ nachzudenken bis zu Ihrem Tod. Sie haben bis hierhin gelesen? Dann gehören Sie zu diesen Menschen. Garantiert. Denn es geht in Zukunft nicht um höher, schneller, weiter, sondern um flexibler, klarer, tiefer.

Umso entscheidender wird es, sich intensiv der kraftspendenden Welt der Ideen zu widmen, statt Dingen, die geschehen. Bei Menschen soll es ein „mit ihnen“ statt „über sie“ sein. Eine erfüllte und erfolgreiche Zukunft braucht kluge Ideen. Und jede davon steht auf einem Berg von Ideenmüll. Kreative wissen: Man muss schon viel Mist produzieren, bis wirklich Brauchbares entsteht.

Deswegen sorgen Sie für ein Klima der Ideen. Passen Sie auf, über was Sie und Ihr Umfeld diskutieren. Laden Sie dazu ein, immer öfter über Ideen zu reden, damit mehr große Geister in Ihrer Nähe entstehen. Doch das alles nutzt nichts, wenn Sie die Kraft der Ideen nicht selbst vorleben. Und das wissen Sie.

Der Autor ist Führungskräfteentwickler mit eigener Akademie, Vortragsredner und Autor.

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