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Arbeitsmarkt Ansporn für die Regierung

Jetzt bloß nicht zurücklehnen und die Seele baumeln lassen, so verführerisch die Arbeitslosen- und Beschäftigtenzahlen sein mögen. Noch gibt es genug zu tun in Sachen Arbeitsmarktpolitik, wie ein genauerer Blick in die Statistiken zeigt.

30.07.2015 15:14
Die Politik steht vor Herausforderungen, die angesichts einer erneuten industriellen Revolution mit noch mehr Automatisierung nicht kleiner werden. Foto: imago

Weiterhin sind Millionen Menschen auf der Suche nach (mehr) Arbeit, besser bezahlter Arbeit, Arbeit, mit der sie zufriedener sind. Sie dürfen allen Jubelmeldungen zum Trotz nicht vergessen werden. Der Arbeitsmarkt ist noch nicht in Topform, sondern hat mancherorts erst aufgeholt, was zuvor über Jahre eingebüßt wurde. Ein Beispiel dafür sind die Löhne, ein anderes das Arbeitsvolumen.

Ein geringeres Arbeitsvolumen ist nicht per se schlecht. Genauso wie Teilzeit nicht per se schlecht ist. Es kommt immer darauf an, was die Menschen wollen und ob sie genug zum Leben haben. Die Politik steht hier vor Herausforderungen, die angesichts einer erneuten industriellen Revolution mit noch mehr Automatisierung nicht kleiner werden. Schon 2014 mussten 27 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen produziert werden als 1995, um überhaupt noch das damalige Arbeitsvolumen zu erreichen.

Die Maschinisierung kann Segen und Fluch sein. Sie steigert die Wirtschaftsleistung, kann zur Lösung des Demografieproblems beitragen und ein angenehmes Leben ermöglichen. Wenn technologische Umwälzungen allerdings nicht klug gestaltet werden, führen sie zu Arbeitslosigkeit und Vermögenskonzentration. Es gilt: bloß nicht zurücklehnen.

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