Lade Inhalte...

Fraport Mit Immobilien auf Wachstumskurs

Fraport erhöht seinen Umsatz, vor allem durch das Geschäft mit zahlreichen Gesellschaften.

The Airbus A380
Foto: Leonid Faerberg (imago stock&people)

Flughafen Frankfurt, das heißt aus Sicht der Passagiere: Terminal 1 oder 2, eine der vier Start- und Landebahnen, und dann Urlaub oder Geschäftsreise. Recht bekannt sind auch die großen Frachtterminals oder das riesige Gebäude The Squaire parallel zur A 3. Aus der Luft sieht man schnell, dass diese Wahrnehmung eingeschränkt ist: Wer nur versucht, die Dächer der Gebäude auf dem nördlichen Flughafengelände entlang der Autobahn zu zählen, kommt auf mehr als 30. Tatsächlich dürfte der Flughafen rund 150 verschiedene Gebäude umfassen. Unter den Vermietungsangeboten finden sich sogar die Hausnummern 501 oder 456 – wobei hohe Nummerierungen nicht bedeuten, dass es so viele einzelne Gebäude gibt.

Wie viele es auch sein mögen – alle müssen gereinigt, verwaltet, repariert sowie mit Wasser und Energie versorgt werden. Dafür zuständig ist der Geschäftsbereich „Handels- und Vermietungsmanagement“. Dessen Chef Christian Balletshofer sagt selbstbewusst: „Rund um die Immobilie können wir alles!“ Diese Expertise nutzt Fraport erfolgreich nicht nur für die eigenen Immobilien, sondern ebenfalls für den Betrieb weiterer Airports in Europa, Asien oder Südamerika. Auch jenseits von Flughäfen ist Fraport in der Immobilienverwaltung tätig. Zuletzt erhielt der Frankfurter Flughafenbetreiber Anfang Oktober den Zuschlag für die Verwaltung von sieben externen Immobilien in den Innenstädten von Frankfurt und Mannheim. Darunter das neue Main-Tor gegenüber vom Schauspiel und das One Goetheplaza am Goetheplatz. Alle Objekte zusammen haben laut Fraport eine Mietfläche von 51 000 Quadratmetern, damit steige die Gesamtfläche aller gemanagten externen Immobilien auf rund 500 000 Quadratmeter.

Und genau diese beiden Segmente haben in den gestern vorgelegten Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres äußerst positive Spuren hinterlassen. „Retail & Real Estate“ – zu dem auch das enorme Handelsgeschäft an den Flughäfen gehört – zeigte mit einem Umsatzwachstum von 6,3 Prozent auf gut 394 Millionen Euro ein deutlich kräftigeres Wachstum als der Bereich „Aviation“ (Luftfahrt). Der Umsatz in diesem Segment, in dem etwa Passagierzahlen erfasst werden, steigerte sich nur um vier Prozent. Nur der Bereich „External Activities“, in dem die Auslandstöchter bilanziert werden, hat mit einem Umsatzwachstum von über 50 Prozent noch kräftiger zugelegt, hier werden erstmals die im April operativ übernommenen 14 griechischen Regionalflughäfen bilanziert.

Der gesamte Konzern hat seinen Umsatz um 13,7 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro erhöht, das operative Ergebnis stieg um 19,4 Prozent auf knapp 808 Millionen Euro und das Konzernergebnis sogar um 43,3 Prozent auf 342 Millionen Euro. „Wir liegen nach den ersten neun Monaten voll auf Kurs, unsere Jahresziele zu erreichen“, so Stefan Schulte, Fraport-Vorstandsvorsitzender.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum