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FR-Gründercheck Hilfe für Akne-Patienten

Katharina Reinhard hat zusammen mit Andreas Hafner und Arend Poppner das Unternehmen Lenicura in Wiesbaden gegründet.

02.11.2018 13:46
Gründer
Die Gründer: Katharina Reinhard hat zusammen mit Andreas Hafner und Arend Poppner das Unternehmen Lenicura in Wiesbaden gegründet. Foto: Privat

Wer braucht Sie?
Menschen mit Akne inversa. Etwa ein Prozent der Bevölkerung, die unter wiederkehrenden oder ständig vorhandenen, eitrigen Abszessen und Fisteln in Hautfalten leiden. Ihre Familien, Freunde und Arbeitgeber, denn ständiger Schmerz führt zu Ausfall, Rückzug und Isolation. Unsere Laight-Therapie kann diesen Menschen helfen, wieder ein Leben zu führen, dass nicht von den Symptomen ihrer chronischen Erkrankung dominiert ist.

Warum haben Sie gegründet?
Mit Laight können wir einen sinnvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Diese Patientengruppe war mangels effektiver Therapien schlecht betreut.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Wir sind selbstfinanziert – was bei Start-ups eher selten ist. Insbesondere im Medizinsektor, weil es lange dauert, bis man an den Markt darf und Umsätze erzielen kann.

Was war die größte Hürde?
Unser größter Meilenstein war die Medizinprodukte-Zulassung Anfang 2017. Man muss nicht nur Wirksamkeit und Sicherheit belegen, sondern auch eine Unternehmensstruktur aufbauen, die den hohen regulatorischen Vorschriften in dieser Branche entspricht.

Wo brennt es im Betrieb?
Gott sei Dank nirgends – bei uns blitzt es oft. Wir arbeiten mit Lichtimpulsen und testen jedes einzelne Gerät auf Herz und Nieren.

Was ist der große Traum?
Akne inversa soll künftig keine lebensbestimmende Erkrankung mehr sein. Dafür kämpfen wir jeden Tag und leisten unseren Beitrag nicht nur mit Laight, sondern auch mit der weiteren Erforschung der Erkrankung und durch unser Experten-Netzwerk aus der Dermatologie, Chirurgie und Gynäkologie.

Einen stattlichen Beirat haben Sie. Kommen Sie überhaupt noch zum Arbeiten?
(lacht) Es ist toll, wenn man engagierte und kompetente Menschen zu Rate ziehen kann. Das passiert öfter spontan per Telefon als in starren Zeitabständen. Da sind wir ganz pragmatisch.

Das sagt die Jury:
Überzeugende und couragierte Gründer mit einer innovativen Lösung zur Behandlung einer bislang unterschätzten Krankheit und damit täglicher Linderung von Schmerzen für etliche tausend Menschen.

Bis zum Finale des diesjährigen Hessischen Gründerpreises am 7. November lassen wir die zwölf Finalisten von ihren Erfahrungen erzählen. Die FR ist Medienpartner des Preises.(FR)

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