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Finanzamt Das sollten Sie bei der Steuererklärung beachten

Falsche Eintragungen und der Verzicht auf Widerspruch können die Rückzahlung vom Finanzamt mindern. Was beim Ausfüllen der Formulare beachtet werden sollte.

Steuererklärung
Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, sollte den Aufwand trotzdem auf sich nehmen. Foto: Moritz Wienert

Überall ist der Appell zu lesen: Machen Sie die Steuererklärung, auch freiwillig, dann erstattet das Finanzamt Geld zurück. Durchschnittlich etwa 900 Euro gibt es laut Statistischem Bundesamt vom Fiskus, im besten Fall ist es noch mehr. Doch erhält die maximale Rückzahlung nur, wer Fehler vermeidet. Und dazu zählt nicht nur, die Frist unbedingt einzuhalten: Bis zum 31. Mai muss die Erklärung beim Finanzamt sein, nur wer sie freiwillig ausfüllt oder sich Hilfe holt, hat länger Zeit.

Viele Fehler können sich beim Ausfüllen der Erklärung einschleichen, durch die sich die Höhe der Rückerstattung mindert. Werden Posten, die sich steuererleichternd auswirken würden, vergessen, ist die Sachlage klar: Die Rückzahlung fällt geringer aus.

Doch ist gleich zu Beginn zu sagen: Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, sollte den Aufwand trotzdem auf sich nehmen. Denn derjenige kann in der Regel von einer Rückzahlung profitieren. Eine Nachzahlung, selbst wenn das Finanzamt sie fordern sollte, muss derjenige nicht leisten. Vorausgesetzt er legte dagegen Widerspruch ein.

Ein Überblick über häufige Fehler und die Möglichkeit des Widerspruchs.

Einträge an der falschen Stelle
Eine Verwechslungsgefahr droht beim Thema Weiterbildung. Sind Ausbildungskosten – wird noch kein Geld verdient – in der Regel unter dem Punkt Sonderausgaben anzugeben, stehen Kosten zu einer beruflichen Weiterbildung hier an der falschen Stelle. Letztere können nur als Werbungskosten abgerechnet werden.

Wird die Eintragung dennoch an der falschen Stelle vorgenommen, streicht das Finanzamt die Angabe, trägt sie aber nicht automatisch an die dafür vorgesehene Stelle um – die Rückzahlung, die in diesem Punkt anstehen würde, bleibt damit aus.

Um solche Fehler zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu holen – entweder bei einem Lohnsteuerhilfeverein oder beim Steuerberater. Zwar fallen hierfür wieder Kosten an, das Fehlerpotenzial wird aber vermindert.

Sind nicht viele Angaben zu machen, reicht auch schon ein elektronisches Steuerprogramm mit den dort aufgeführten Hilfestellungen. Ausgenommen der Steuersoftware Elster vom Finanzamt (ohne große Erklärungen) kosten diese bei der Anschaffung zwischen 15 und 40 Euro. Der Lohnsteuerhilfeverein verlangt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, der durchschnittlich bei 150 Euro liegt. Der genaue Beitrag richtet sich aber wie auch beim Steuerberater nach dem Einkommen. Dafür übernimmt der Verein das Ausfüllen der Formulare, berät und prüft letztlich den vom Finanzamt erteilten Bescheid. Soll Einspruch eingelegt werden, ist dies in der Regel auch im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Die gute Nachricht: Die Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein oder den Steuerberater dürfen im nächsten Jahr bei der Steuererklärung gleich wieder geltend gemacht werden.

Wichtige Angaben vergessen
Es gibt viele Steuerregelungen, die nur auf kleinere Personengruppen zutreffen. Die Kosten aus der Jahresverbrauchsabrechnung können hingegen alle Mieter und Eigentümer geltend machen. Dennoch wird dieser Punkt laut Lohnsteuerhilfeverein häufig ausgelassen – und somit Geld verschenkt.

Zu den Posten aus der Jahresverbrauchsrechnung, die als Ausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden können, zählen etwa Kosten für die Treppenhausreinigung, den Winterdienst oder den Hausmeister.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Steuererklärung

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