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Fernbus Mit Flixbus zum Flieger

Flixbus will künftig mit Fluggesellschaften zusammenarbeiten - und seine Passagieren auf den Fahrten mit Filmen unterhalten.

Flixbus
Flixbus will seine Kunden künftig auf der Fahrt mit Filmen unterhalten. Foto: imago

Die grünen Busse regieren die Straße. Flixbus ist ein Riese im deutschen Fernverkehr, fast schon ein Monopolist. Pünktlich zum fünfjährigen Bestehen hat das Unternehmen nun neue Ziele und Kooperationen angekündigt.

Geplant ist etwa, mit Fluggesellschaften zusammenzuarbeiten. „Wir befinden uns mit mehreren Airlines in Gesprächen“, sagte eine Flixbus-Sprecherin der FR. „Mit South African Airways besteht bereits eine Kooperation.“ Reisende, die bei der Fluggesellschaft einen Flug buchen, können kostenlos mit Flixbus zum Frankfurter Flughafen oder dem Flughafen München fahren. Weitere Kooperationen seien nicht ausgeschlossen: „Wir verstehen uns als Mobilitätsplattform und sind jederzeit offen für neue Möglichkeiten.“ Die größten Flughäfen in Deutschland würden bereits von Bussen des Unternehmens angefahren. Flixbus-Mitgründer Jochen Engert hatte in der Süddeutschen Zeitung die Lufthansa-Gruppe als möglichen Partner genannt.

Eine weitere Neuerung: Flixbus plant ein Unterhaltungsprogramm an Bord. Das Unternehmen möchte seinen Kunden kostenlos Filme anbieten. Laut Handelsblatt soll der neue Service bis Ende des Jahres verfügbar sein. Flixbus plant außerdem, in den amerikanischen Markt einzusteigen. Schon im Sommer sollen in Kalifornien die ersten eigenen Busse fahren. „Die ersten Linien werden auch von dort aus gehen, Richtung Las Vegas, San Francisco, Bay Area“, sagte Flixbus-Mitgründer André Schwämmlein.

Einer Untersuchung des Forschungsinstituts Iges zufolge hat das Unternehmen auf dem deutschen Fernbusmarkt mittlerweile einen Marktanteil von 93 Prozent, gemessen an Fahrplankilometern. Und für das Jahr 2018 plant Flixbus weitere Streckenerweiterungen. Allein im deutschsprachigen Raum sollen rund 140 Ziele hinzukommen. „Hier profitieren gerade ländliche Regionen und kleinere Städte, die bis dahin noch keinerlei Zugang zum Fernbusangebot hatten“, teilte das Unternehmen mit.

Flixbus bietet täglich 250 000 Verbindungen zu 1400 Zielen in 26 europäischen Ländern an. Nach eigenen Angaben reisten bis heute mehr als 100 Millionen Fahrgäste mit dem Unternehmen. 2017 waren es rund 40 Millionen. Etwa 7000 Fahrer sind dafür im Einsatz. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen geschrieben, sagte Schwämmlein der Nachrichtenagentur afp. Aktuelle Geschäftszahlen veröffentlicht der Konzern jedoch nicht.

Jochen Engert, André Schwämmlein und Daniel Krauss haben Flixbus vor fünf Jahren gegründet. Am Aschermittwoch 2013 fuhr der erste Bus des Unternehmens zwischen München und Nürnberg. Damals hatte die schwarz-gelbe Regierung gerade die Liberalisierung des Fernverkehrs beschlossen. Zuvor hatte es für Busse strenge Beschränkungen gegeben, um eine Konkurrenz mit der Bahn zu verhindern. Flixbus spricht davon, Busfahren wieder „cool gemacht“ zu haben. 33 Prozent der Kunden sind nach eigenen Angaben zwischen 18 und 25 Jahre alt.

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