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Fernbus-Markt Erster Fernbusanbieter gibt auf

Im heiß umkämpften deutschen Fernbus-Markt zieht sich das erste größere Unternehmen zurück: Die Tochter der britischen National Express, City2City, stellt den Betrieb ein.

16.09.2014 15:17
Fernbusse in Hannover
Ein Fernbus des Unternehmens City2City in Hannover. Foto: dpa

Im hart umkämpften deutschen Fernbusmarkt gibt der erste Groß-Anbieter auf. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ (Onlineausgabe) wird das Frankfurter Unternehmen City2City bereits im kommenden Monat den Betrieb einstellen. „Am 13. Oktober ist der letzte Tag, an dem gefahren wird“, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage. Grund seien die „andauernd herausfordernden Marktbedingungen“ in der Branche, hieß es weiter. Fahrgäste, die bereits ein Ticket für eine spätere Fahrt erworben haben, würden vom Unternehmen kontaktiert und erhielten den gesamten Fahrpreis erstattet.

City2City, eine Tochter des britischen Buskonzerns National Express, ist laut Daten des Branchenverbandes BDO die Nummer 5 im deutschen Fernbusmarkt. Die Marktanteile liegen aber deutlich unter den Konkurrenten Meinfernbus, dem Bus-Geschäft der Bahn, Flixbus sowie ADAC-Postbus. City2City bietet Verbindungen zwischen den wichtigsten deutschen Ballungsräumen an. Seit der Liberalisierung des Fernbusmarkts Anfang 2013 läuft in der Branche ein ruinöser Preiskampf. Nach Einschätzung von Branchenkennern verdient bisher keiner der neuen Anbieter Geld. Die Firmen betreiben in der Regel selbst keine eigenen Busse, sondern lassen mitteständische Partner unter einer Dachmarke fahren. In der Frankfurter Zentrale von City2City verlieren sieben Mitarbeiter ihre Jobs. (thk)

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