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Strom Energie Atomkraft Atomenergie Energieversorger EnBW kämpft mit sinkenden Strompreisen

Die Preise für Strom sinken auf den Großhandelsmärkten. Das setzt den deutschen Energieversorger EnBW unter Druck. Umsatz und Überschuß sind rückläufig und die Einbußen können auch nicht durch höhere Einnahmen aus anderen Energiemärkten ausgeglichen werden.

09.11.2012 10:37
EnBW: Niedrige Strompreise belasten das Ergebnis. Foto: dpa

Sinkende Großhandelspreise für Strom setzen dem drittgrößten deutschen Energieversorger EnBW zu. In den Monaten Januar bis September sanken Umsatz und Überschuss, wie der Versorger am Freitag in Karlsruhe in seinem Zwischenbericht mitteilte. „Unverändert belasten die rückläufigen Preise an den Großhandelsmärkten unser Ergebnis“, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Die Erlöse rutschten in den neun Monaten des laufenden Jahres um 4,4 Prozent auf 14,36 Milliarden Euro in den Keller, da EnBW wegen der 2011 angeordneten Stilllegung von zwei seiner Atomkraftwerksblöcke weniger Strom verkaufte.

Diese Einbußen konnten auch durch höheren Gasabsatz, gestiegene Netznutzungsentgelte und höhere Einnahmen aus Wasser- und Windenergie nicht voll ausgebügelt werden. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sank daher trotz geringerer Personalkosten um zwei Prozent auf 1,93 Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss schrumpfte ebenfalls und lag mit 598,2 Milliarden Euro 7,6 Prozent unter Vorjahr.

Hohe Ausgabendisziplin

Für das zu Ende gehende Geschäftsjahr sieht sich der Versorger damit auf Kurs, seine Gewinnprognose zu erfüllen. 2012 werde der bereinigte operativen Gewinn um rund fünf Prozent sinken, bekräftigte der Vorstand im Zwischenbericht. Die Einsparungen aus dem laufenden Kostensenkungsprogramm lägen über den Erwartungen, die Ausgabendisziplin im Unternehmen sei sehr hoch. Die Nettoschulden sanken per Ende September im Vergleich mit dem Jahresende 2011 um 5,9 Prozent auf 8,29 Milliarden Euro gesunken, nachdem die staatlichen Mehrheitseigentümer dem klammen Versorger mit einer Kapitalspritze unter die Arme gegriffen hatten. „Die gute Bonität der EnBW gilt es weiter zu erhalten“, sagte Finanzchef Kusterer. (rtr)

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