Lade Inhalte...

„Pittsburgh, nicht Paris“ Bürgermeister verärgert über Vereinnahmung durch Trump

US-Präsident Trump rechtfertigt den Ausstieg aus dem Klimaabkommen mit der Aussage, er repräsentiere die Bürger von „Pittsburgh, nicht Paris“. Das gefällt dem Bürgermeister der US-Stadt gar nicht.

02.06.2017 10:19
Bill Peduto
Bill Peduto: „Pittsburgh steht an der Seite der Welt“. (Archivbild) Foto: imago

Dass US-Präsident Donald Trump ausgerechnet Pittsburgh als Rechtfertigung für seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen anführte, hat den Bürgermeister der Großstadt im Bundesstaat Pennsylvania verärgert. In einer ganzen Serie von Twitter-Kurzbotschaften stellte Bill Peduto am Donnerstag klar, dass die Sympathien seiner Stadt eher Paris als Washington gelten, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Rasch wurde Peduto daraufhin zum Symbol des Widerstands gegen Trumps Entscheidung.

Mit ihrer Ankündigung, an der „globalen Übereinkunft von Paris nicht teilzunehmen“, hätten sich die USA der Außenseitergruppe „Syrien, Nicaragua und Russland“ angeschlossen, erklärte Peduto kurz nach Trumps Verkündung auf Twitter - nicht ganz wahrheitsgemäß allerdings, denn nur Syrien und Nicaragua hatten das Paris-Abkommen nicht unterzeichnet und Nicaragua auch nur deshalb nicht, weil dem kleinen zentralamerikanischen Land die Vereinbarung nicht weit genug ging.

Erbost zeigte sich Peduto über Trumps Zusicherung, er diene mit dem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen den Interessen der USA. „Als Bürgermeister von Pittsburgh kann ich Ihnen versichern, dass wir den Richtlinien des Pariser Abkommens folgen werden, im Interesse unserer Menschen, unserer Wirtschaft und Zukunft“, antwortete er darauf.

Der US-Demokrat ärgerte sich nicht zuletzt auch über die Worte des US-Präsidenten, er sei gewählt worden, „um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris“. „Fakt“ sei, dass Trumps Rivalin im Rennen um das Weiße Haus, Hillary Clinton, in Pittsburgh 80 Prozent der Stimmen bekommen habe, twitterte Peduto und bekräftigte noch einmal: „Pittsburgh steht an der Seite der Welt“.

Trump habe sich schon wieder geirrt, reagierte daraufhin Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris: „Paris und Pittsburgh stehen zusammen“. (afp)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum