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AKW-Stresstest Probleme bei norddeutschen AKW

Wegen fehlender Erdbebenwarnsysteme bemängelt die EU sechs norddeutsche Atommeiler. In ganz Europa sehen die EU-Experten einen Nachrüstungsbedarf von 10 bis 25 Milliarden Euro. Besonders schlecht schneiden französische AKW ab.

04.10.2012 13:03
Handlungsbedarf: EU-Experten bemängeln sechs deutsche AKWs. Darunter das Kraftwerk Brokdorf. Foto: dapd

Bei den Atomkraftwerken in Norddeutschland sieht die EU in puncto Erdbebenwarnung Handlungsbedarf. Als Ergebnis eines EU-Stresstests empfahlen die Experten am Donnerstag in Brüssel, in den Anlagen Erdbebenwarnsysteme zu installieren. Insgesamt bemängeln die Fachleute sechs Anlagen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, von denen nur noch Brokdorf, Emsland und Grohnde aktiv sind. Auf dem Prüfstand standen in Deutschland zwölf Standorte mit 17 Reaktoren.

Zahlreiche Mängel in Frankreich

Die Betreiber müssten nach Ansicht der EU-Kommission nachrüsten - vorschreiben kann Brüssel dies aber nicht. Für die gesamte EU schätzen die Experten die Nachrüstungskosten für alle aktiven Meiler auf 10 bis 25 Milliarden Euro. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Frankreich, das besonders viel Strom aus Atomkraft erzeugt. Der Test deckte bei französischen Kernkraftwerken zahlreiche Mängel auf. (dpa)

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