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Energie Erneuerbare Energien erstmals vorne

Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien erreichen einen Rekordstand. Die Schwellen- und Entwicklungsländer überholen dabei erstmals die Industrieländer.

25.03.2016 13:39
Von Rolf Obertreis
Ein Umspannwerk und Windräder stehen in der Nordsee rund 43 Seemeilen (70 Kilometer) westlich der Insel Sylt. Foto: dpa

2015 sind weltweit erstmals mehr Kapazitäten für erneuerbare Energien entstanden als für die konventionelle Energieerzeugung. Der Anteil der Erneuerbaren lag bei 53 Prozent. Und mit 286 Milliarden Dollar wurde so viel Geld wie nie zuvor in neue Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie gesteckt. Gleichwohl ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten weltweiten Strom-Erzeugung nur von 9,1 auf 10,3 Prozent gestiegen. „Das ist angesichts der Rekordinvestitionen ernüchternd. Der Strukturwandel ist zwar in vollem Gange, aber er ist doch ganz schön träge“, sagte Ulf Moslener, Professor für die Finanzierung nachhaltiger Energien an der Frankfurt School of Finance. Zum zehnten Mal präsentierte er am Donnerstag den Bericht über Investitionen in erneuerbare Energien, den die Frankfurt School, die Vereinten Nationen und der Finanzdatenanbieter „Bloomberg“ gemeinsam erarbeiten.

Der Trend in Richtung sauberer, nachhaltiger Energien hält aber Moslener zufolge trotz der dramatisch gesunkenen Öl- und Kohlepreise an. „Rund um den Globus wurde mit 286 Milliarden Dollar mehr als doppelt so viel in neue Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien und in Solar-Kleinanlagen investiert wie in neue Kohle- und Gaskraftwerke zusammen. Das ist sehr erfreulich. Erneuerbare stecken nicht mehr in der Nische“. 161 Milliarden wurden in neue Solaranlagen gesteckt, 110 Milliarden in Wind-Kraftwerke.

Erstmals auch wurde für solche Investitionen mit 156 Milliarden Dollar in den Schwellen- und Entwicklungsländern mehr ausgegeben als in den Industriestaaten mit 130 Milliarden. Alleine China investierte 103 Milliarden Dollar. Die deutschen Investitionen brachen um 47 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar ein.

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