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Endkunden im Visier Gazprom greift nach Energiefirma aus Walluf

Der russische Energiekonzern Gazprom will seine Position im deutschen Markt ausbauen und sucht den Kontakt zum Endkunden. Sollte der Deal mit dem kleinen hessischen Energielieferanten Envacom gelingen, hätte Gazprom das Ziel erreicht.

24.10.2011 09:53
Logo des deutschen Ablegers von Gazprom. Foto: dpa

Der russische Energieriese Gazprom will den kleinen hessischen Versorger Envacom schlucken und damit zum ersten Mal in Deutschland Zugang zum Endkundenmarkt erhalten. „Es ist korrekt, dass Gazprom Interesse am Erwerb der vollständigen Gesellschaftsanteile der Envacom Service GmbH hat“, sagte ein Envacom-Sprecher dem Handelsblatt. „Es werden seit Monaten konkrete Gespräche über eine Übernahme geführt.“

Bei der Firma aus Walluf im Rheingau war am Montagmorgen niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Gazprom wollte sich dem Blatt zufolge zu einer Anfrage nicht äußern. Nach Angaben des Bundeskartellamts wurde die Übernahme wesentlicher Vermögensteile bereits am 18. Oktober freigegeben.

Envacom wurde 1999 gegründet und gehört zu den neuen, unabhängigen Energie-Anbietern, die im Internet versuchen, Großkonzernen wie RWE , E.ON sowie den Stadtwerken Kunden abzujagen. Das Unternehmen deckt seinen Strombedarf nach eigenen Angaben ausschließlich mit erneuerbaren Energien und erwartet in der Sparte laut „Handelsblatt“ in diesem Jahr Umsätze von rund 75 Millionen Euro. Nebenbei verkauft Envacom auch Telefon- und Internetverbindungen und hat nach Angaben auf seiner Internet-Seite insgesamt über 500.000 Kunden. (rtr)

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