Lade Inhalte...

Keine Streiks Lokführer-Gewerkschaft verhandelt wieder

Die Lokführergewerkschaft GDL ist wieder bereit, mit der Bahn zu verhandeln. Die Zusage, vorerst nicht zu streiken, gilt aber nicht für die Konkurrenten der Deutschen Bahn im regionalen Personenverkehr.

Ein Lokführer in München. Foto: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL kehrt an den Verhandlungstisch zurück und spricht in dem Tarifkonflikt wieder mit der Deutschen Bahn (DB). Das kündigte die Organisation am Mittwochabend in Frankfurt an. Die Bahn habe der GDL „innerhalb der gesetzten Frist ein verbessertes und damit verhandlungsfähiges Angebot zugesendet“, hieß es in einer Mitteilung.

Während der Verhandlungen werde nicht gestreikt. Kunden der Deutschen Bahn müssen somit auch in den nächsten Tagen nicht mit neuen Beeinträchtigungen rechnen. Die Bahn begrüßte die Rückkehr der GDL an den Verhandlungstisch.

Die Zusage der GDL, vorerst nicht zu streiken, gilt nicht für die Konkurrenten der Deutschen Bahn im regionalen Personenverkehr. Diese Unternehmen müssten in den nächsten Tagen die ernsthafte Bereitschaft erkennen lassen, über einen Flächentarifvertrag für Lokführer verhandeln zu wollen. Sonst seien weitere Arbeitskämpfe programmiert, teilte die GDL mit.

Der Lokführergewerkschaft GDL liegt ein umfassendes Tarif-Angebot der Deutschen Bahn vor. Die DB hatte der GDL am Dienstag die Offerte vorgelegt und damit auf ein Ultimatum der GDL reagiert. Darin gehe es sowohl um einen bundesweiten Tarifvertrag für alle 26000 Lokführer in Deutschland als auch um ein hauseigenes Tarifangebot für die Lokführer bei der DB, sagte eine Bahn-Sperecherin. Zu den Details wollten sich beide Seiten gestern nicht äußern.

Die GDL verlangt, dass alle Lokführer bei allen Bahnunternehmen in Deutschland und in allen Sparten einheitlich bezahlt werden. Das Niveau soll nach den Vorstellungen der GDL bei etwa 105 Prozent der derzeitigen DB-Gehälter für Lokführer liegen. Die sechs großen Privatbahnen im Bahnnahverkehr lehnen die Forderung ab. Sie wollen separate Haustarifverträge durchsetzen.

Aus Sicht von Veit Salzmann, Chef der Hessischen Landesbahn (HLB) mit etwa 450 Lokführern, gibt es für einen Arbeitskampf keine Rechtfertigung. Man habe seit vergangenem Sommer versucht, mit der GDL eine Einigung zu finden. „Wir haben mehrere Verhandlungen geführt und es gab überhaupt keine nennenswerte Annäherung“, sagte Salzmann. Die HLB habe kein neues Angebot vorgelegt. „Wir werden der GDL nochmals anbieten, Entgelttarifverhandlungen zu führen, damit die Mitarbeiter zu mehr Geld kommen. Ein konkretes Angebot werden wir nicht machen“, sagte Salzmann. Die HLB gehört dem Land Hessen und betreibt acht Bahnstrecken und mehr als 50 Buslinien. (mit dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Mobilität

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum