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Streik in Griechenland Straßenschlachten in Athen

Die Gewerkschaften in Griechenland haben das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Mehrere Tausend protestieren in Athen gegen das Sparprogramm. Am Rande kommt es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten.

12.11.2015 09:19
Die Polizei setzt bei der Demonstration in Athen Tränengas und Blendgranaten ein. Foto: AFP

Am Rande einer Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern in Athen gegen das griechische Sparprogramm ist es am Donnerstag zu Ausschreitungen gekommen. Eine Gruppe von rund 300 Vermummten löste sich aus der Menge der friedlichen Demonstranten und schleuderte Brandsätze und Steine auf die Polizei. Die Beamten antworteten mit Tränengas und Blendgranaten, um die Randalierer auseinander zu treiben, berichteten Augenzeugen. Die Lage beruhigte sich anschließend wieder. Zugleich legte ein landesweiter Streik gegen den Sparkurs der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm.

Die griechischen Gewerkschaften hatten am Donnerstag mit einem Generalstreik das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Der Ausstand, der am Morgen begann, richtet sich gegen weitere Sparmaßnahmen in dem hochverschuldeten Land, darunter etwa zusätzliche Einschnitte bei den Renten.
Behörden, Museen und andere öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr in Athen, der Zugverkehr sowie Fährverbindungen zu den griechischen Inseln kamen zum Erliegen. Zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen. Ab 09.30 Uhr waren Demonstrationen geplant. Es ist der erste derartige Streik während der Amtszeit von Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Nahverkehr kam zum Erliegen

Angesichts des drohenden Staatsbankrotts hatten sich die Euro-Länder und die griechische Regierung Mitte August auf ein neues Rettungspaket mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro über die kommenden drei Jahre geeinigt. Es sieht eine Reihe von Auflagen und Reformen vor, die Athen erfüllen muss.

Derzeit liegt die linksgeführte Regierung in Athen wieder im Clinch mit den Gläubigern der Euro-Länder. Die Euro-Finanzminister verschoben am Montag erneut einen Beschluss zur Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von zwei Milliarden Euro und gaben Griechenland eine Woche mehr Zeit, geforderte Reformen umzusetzen. Athen will aber massenhafte Pfändungen von Immobilienbesitz bei überschuldeten Privathaushalten verhindern. (afp)

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