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Kommentar zu Schlecker Die Schlecker-Pleite wird teuer für die Steuerzahler

Das haben die Liberalen aber fein gemacht. Unter dem Deckmäntelchen des freien Marktes hat die FDP dafür gesorgt, dass der Wettbewerb im Einzelhandel verringert wird. Die Kosten für die Steuerzahler steigen.

Aus und vorbei - in Hannover räumt eine Schlecker-Verkäuferin eine Filiale aus. Foto: dpa

Warum? Weil die Ablehnung der Transfergesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit das komplette Aus für Schlecker bedeuten dürfte.

Die Interessenten für den aussichtsreichen Rest von Schlecker werden es sich nun dreimal überlegen, ob sie das Wagnis zehntausender Klagen gegen die Kündigungen eingehen wollen. Genau diese Klagen der Mitarbeiterinnen aus den bereits geschlossenen Filialen hätte die Transfergesellschaft verhindert.

Denn Verkäuferinnen, die in die Transfergesellschaft wechseln, verzichten auf ihre Ansprüche gegenüber Schlecker. Sie nehmen wie bei anderen Kündigungen üblich die Abfindung an, die in dem konkreten Fall Transfergesellschaft heißt.

Die FDP-Debatte um Staatshilfe war ohnehin schief. Es ging lediglich um eine Bürgschaft. Der überlebende Teil von Schlecker hätte 70 Millionen Euro privates Geld als „Abfindung“ in die Transfergesellschaft eingebracht, um für das halbe Jahr Sozialabgaben zu berappen.

Nur für den Fall, dass das dem Rest Schleckers nicht gelungen wäre, wäre die Länder-Bürgschaft zu einer Staatshilfe für die Sozialkassen verkommen.

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