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Digitalisierung Schneller in die digitale Zukunft

Vizekanzler Gabriel will mit einem ehrgeizigen Programm die deutsche Wirtschaft modernisieren, um sie für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen. Aber wie sieht diese Zukunft aus? Eine Gruppe von Experten geht dieser Frage nach und stellt sechs Szenarien vor.

Virtuelle Realitäten entstehen beim Blick durch diese 3D-Brille. Foto: dpa

Sicher ist mit Blick auf die Digitalisierung zumindest eines: Sie wird Produktionsprozesse, Sozialsysteme, Kommunikationswege, Bildungsinhalte und Arbeitsformen in den kommenden 20 Jahren tiefgreifend verändern. Sie kommt mit Macht, ist aber keine Naturgewalt, sondern gestaltbar. Sie bietet Chancen, birgt Risiken und ist dieser Tage in aller Munde.

Anlässlich der Eröffnung der Computermesse Cebit am Montag in Hannover warnte BDI-Präsident Ulrich Grillo, bei der Digitalisierung sei „Gefahr im Verzug“, denn: „Unser Land ist von einer hochleistungsfähigen digitalen Infrastruktur weit entfernt.“ Ohne den raschen Ausbau des Breitbandnetzes zur Datenübertragung bis zum Jahr 2025 werde Deutschland im internationalen Wettbewerb zurückfallen.

Das soll es nicht, findet Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Der SPD-Chef kündigte – ebenfalls am Montag – eine „Digitale Strategie 2025“ an, die in den kommenden zehn Jahren Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Euro in ein flächendeckendes Glasfasernetz vorsieht. Zehn Milliarden davon sollen vom Staat kommen, um den Ausbau in Regionen zu fördern, wo er sich für Konzerne nicht lohnt.

Zudem sollen bürokratische Hemmnisse abgebaut, neue Inhalte für die schulische und betriebliche Ausbildung entwickelt sowie eine gezielte Technologieförderung für kleine und mittlere Unternehmen auf den Weg gebracht werden. Für letzteres soll ein „Digitales Investitionsprogramm Mittelstand“ mit einem Volumen von einer Milliarde Euro bis 2018 gestartet werden. Gabriel macht sich außerdem für eine Digitalagentur stark. Hier soll der Staat seine Zuständigkeit für den Bereich bündeln.

Auch das Bundearbeitsministerium ist aktiv und befasst sich heute auf einer ganztägigen Konferenz mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die Arbeitswelt. Bis Ende des Jahres soll ein Weißbuch zur Arbeit 4.0 vorliegen.

Wie aber sieht Arbeit in einer digitalisierten Wirtschaft aus? Welche Qualifikationen werden in 20 Jahren gefragt sein? Können neue Arbeitsformen so gestaltet werden, dass sie den Ansprüchen von Firmen und Arbeitnehmern genügen? Was bedeuten die Veränderungen für die sozialen Sicherungssysteme? Anhand solcher Fragen haben 24 Technologie- und Arbeitsmarktexperten im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Stiftung Neue Verantwortung sechs Szenarien zur deutschen Arbeitswelt im Jahr 2030 entwickelt. Wir stellen sie untenstehend vor.

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