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Clariant Clariant investiert in Höchst

Der Schweizer Chemiekonzern Clariant baut ein Entwicklungszentrum im Industriepark Höchst. Mit dieser neuen Einrichtung will Clariant die Forschung unter einem Dach bündeln. Damit schlage „das Herz“ der weltweiten Forschung des Konzerns künftig in Frankfurt, sagt Deutschland-Chef Ulrich Ott.

01.03.2012 18:07
Peter Dietz
Deutsche Hauptverwaltung von Clariant in Sulzbach. Foto: clariant

Clariant investiert in den Industriepark Höchst. Der Schweizer Chemie-Konzern baut für rund 100 Millionen Euro ein neues Entwicklungszentrum, in dem 500 Forscher arbeiten sollen. Am Mittwoch wurde der Grundstein gelegt, Ende kommenden Jahres soll das Gebäude mit einer Fläche von 36.000 Quadratmetern fertig sein.

Mit der neuen Einrichtung will Clariant die Forschung unter einem Dach bündeln. Damit schlage „das Herz“ der weltweiten Forschung des Konzerns künftig in Frankfurt, sagte Deutschland-Chef Ulrich Ott. Höchst sei als Standort ausgewählt worden, da dort schon heute die größten Ressourcen in Forschung und Entwicklung sowie Technik vorhanden seien. Darüber hinaus biete Frankfurt zahlreiche Infrastrukturvorteile wie einen riesigen Industriepark sowie die Nähe zu industriellen Partnern und anderen Forschungseinrichtungen.

Frankfurt ist zudem größter Produktionsstandort von Clariant. 1330 Beschäftigte fertigen in Höchst unter anderem Farbpigmente für die Industrie. In Sulzbach sitzt die Hauptverwaltung der deutschen Gesellschaft mit rund 430 Leuten. Von den weltweit 22.150 Mitarbeiten des Konzerns sind etwa 5300 in Deutschland tätig.

Auch die Patentabteilung zieht ins neue Zentrum

Im neuen Frankfurter Innovationszentrum werden unter anderem Farbstoffe, Tenside und Polymere erforscht. „Wir wollen Produkte und Verfahren entwickeln, die nachhaltigen Nutzen stiften und damit einen wirklichen Fortschritt darstellen“, sagte Christian Kohlpaintner, Mitglied der Konzernleitung. Im Trend lägen etwa funktionale und Energie schonende Materialien sowie nachwachsende Rohstoffe. Auch die Patentabteilung werde in das neue Zentrum einziehen.

Clariant hat vor allem Indien und China als wichtige Märkte ausgemacht. Deshalb werde in den kommenden Jahren auch in Asien die Forschung ausgebaut. Das aber werde Frankfurt nicht den Rang als zentrales weltweites Innovationszentrum streitig machen, sagte Ott.

Im vergangenen Jahr hat Clariant den Umsatz um 16 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Franken (6,1 Milliarden Euro) gesteigert. Beim Nettogewinn legte der Konzern um 30 Prozent auf 251 Millionen Franken zu. Nach Konzernumbau und Kostenstreichungen sei das Unternehmen heute „viel besser aufgestellt und profitabler als 2007“, sagte Konzernchef Hariolf Kottmann Mitte Februar bei der Präsentation der Bilanz. Das Chemieunternehmen hatte die vergangenen Wirtschaftskrisen zu spüren bekommen. Auto- und Kunststoffindustrie hatten weniger Farbgranulate und Pigmente abgenommen. Der Konzern baute Stellen ab und setzte den Rotstift an. Für 2012 erwartet Clariant ein weiteres Umsatzwachstum.

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