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China Peking erwägt mehr Konjunkturhilfen

Chinas Wirtschaft ist stark vom Export abhängig leidet daher unter dem Einbruch des Welthandels. Ministerpräsident Wen Jiabao erwägt nun zusätzliche Konjunkturspritzen.

13.03.2009 13:03
Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao erwägt zusätzliche Konjunkturspritzen. Foto: rtr

Peking. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao erwägt zusätzliche Konjunkturspritzen. Um das Wachstumsziel von acht Prozent zu erreichen, könnten noch weitere Mittel bereitgestellt werden, sagte Wen am Freitag zum Abschluss des nationalen Volkskongresses.

"Wir haben genug Munition vorbereitet und können jederzeit neue Maßnahmen zum Ankurbeln der Konjunktur in die Wege leiten." Es werde ein herausforderndes Jahr werden. "Wenn wir uns anstrengen, können wir unser Ziel erreichen."

Sorgen über US-Staatsanleihen

Wen äußerte zugleich Bedenken über die Sicherheit der chinesischen Investitionen in US-Staatsanleihen. Die massive Verschuldung der weltgrößten Volkswirtschaft und die niedrigen Zinssätze ließen den Wert der chinesischen Anlagen sinken, sagte er. "Ich fordere die USA auf, ihre Kreditwürdigkeit zu bewahren, ihre Versprechen zu halten und die Sicherheit der chinesischen Anlagen zu garantieren."

China ist der größte Gläubiger der USA und hat ungefähr 70 Prozent seiner Devisenreserven von insgesamt zwei Billionen Dollar in US-Papieren investiert. Erst vergangene Woche hatte US-Außenministerin Hillary Clinton die chinesische Führung aufgefordert, weiterhin Schulden der USA aufzukaufen, weil eine deutliche Umschichtung der chinesischen Devisenreserven einen drastischen Kursverlust der US-Bonds auslösen könnte.

Die von Ausfuhren abhängige chinesische Wirtschaft leidet stark unter dem Einbruch des Welthandels. So gingen die Exporte im Februar so stark zurück wie nie zuvor, zugleich schwächte sich das Wachstum der Industrieproduktion in den ersten beiden Monaten des Jahres ab wie nie. Binnen weniger Monate verloren 20 Millionen Wanderarbeiter ihre Jobs. Allerdings scheint das Konjunkturprogramm im Volumen von vier Billionen Yuan (rund 450 Milliarden Euro) erste Wirkungen zu zeigen: Die Investitionen in Sachanlagen im Inland zogen kräftig an, und die Banken vergaben so viele Kredite an die Unternehmen wie nie. China hält ein Wachstum von acht Prozent für nötig, damit genügend neue Arbeitsplätze geschaffen und Unruhen verhindert werden können.

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