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China Chinas Kampf gegen Luftverschmutzung

In China gibt es für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bereits konkrete Pläne. Die neuen Verbrauchsregeln sind ein korrekter Ansatz, um etwas für die Umwelt zu tun. Ein Kommentar.

Smog in China
Viele Regionen in China sind von schlechter Luftqualität betroffen. Foto: dpa

Chinas neue Verbrauchsregeln sind ein völlig korrekter Ansatz, etwas für die Umwelt zu tun. Die prominente Nennung internationaler Anbieter in der Verlautbarung klingt nach Gängelei, doch sie dürfte vor allem innenpolitische Gründe haben: Es sieht besser aus, die ausländischen Wettbewerber zu regulieren, als der eigenen Industrie Steine in den Weg zu legen.

Eine Regierung, die etwas für die Luftqualität und gegen Emissionen tun will, sollte nicht vor dem Kampf gegen spritschluckende Stadtgeländewagen und andere Verbrauchssünder zurückschrecken. Deutschland ist hier möglicherweise etwas nachsichtig, schließlich verdient die einheimische Industrie mit großen Autos viel Geld.

Derweil gibt es für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor in China, Frankreich, Großbritannien und Norwegen bereits konkrete Pläne.

In Deutschland indes hängen viele Jobs an der Technik des vorigen Jahrhunderts, doch ein Festhalten an überkommenen Antriebsformen wird sie nicht erhalten, sondern ihren Verlust noch beschleunigen. Die deutschen Hersteller tun gut daran, die immer strengeren Verbrauchs- und Abgasregeln in Fernost als Chance zur zeitgemäßen Aufwertung der eigenen Technik zu sehen. Japan hatte in den 1970er Jahren einen Vorteil auf dem amerikanischen Markt, weil die Abgasvorschriften im eigenen Land bereits strenger waren als dort. Deutschland sollte sich nicht auf seinem umweltfreundlichen Image und guten Absichten ausruhen.

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