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Bündnis Initiative gegen Gentechnik

Mit einer Petition im Bundestag versucht ein Bündnis von mehr als 100 Organisationen, die Gentechnik aus Deutschland zu verbannen. Ihr Ziel: Eine Anhörung im Petitionsausschuss.

Pflanzen im Labor Foto: dpa

Mit einer Petition im Deutschen Bundestag versucht ein Bündnis von mehr als 100 Organisationen, die Gentechnik aus Deutschland zu verbannen. Die von der Bio-Supermarktkette Alnatura ins Leben gerufene Initiative „Vielfalterleben“ will erreichen, dass im Petitionsausschuss eine öffentliche Anhörung zur Gentechnik stattfindet an deren Ende ein Anbaumoratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen in Deutschland steht.

Parallel organisiert die Initiative, die am Dienstag auf der Messe Biofach in Nürnberg gestartet wurde, eine Unterschriften- und Postkartenaktion gegen die Gentechnik.

Initiator und Alnatura-Chef Götz Rehn verwies in Nürnberg auf eine Erhebung des Bundesumweltministeriums, wonach 87 Prozent der Bürger gegen die Gentechnik auf dem Teller seien. Die Politik nehme dies allerdings kaum zur Kenntnis, sagte Rehn. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn die Regierung dieses eindeutige Votum der Bevölkerung ignoriere. Denn tatsächlich befänden sich derzeit 28 Gen-Pflanzen im Zulassungsverfahren.

Die Initiative, der sich unter anderem die Umweltstiftung WWF, der Naturschutzbund Nabu, die Landbauorganisation Bioland, das Bekleidungshaus Hess Natur, der Naturkosmetikhersteller Weleda, die Zeitschrift Schrot und Korn oder der Bio-Lebensmittelhändler Rapunzel angeschlossen haben, verweist auf die von der Bundesregierung promotete Gen-Kartoffel Amflora oder auf intransparente Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen. So verließen sich die Behörden bei der Prüfung der Pflanzen allein auf die Tests und Vorgaben der Agro-Industrie. Aussagekräftige Langzeituntersuchungen zu Risiken der Gen-Pflanzen auf Natur und Gesundheit hingegen fehlten. Zudem gebe es Zweifel an der Neutralität der für die Gentechnik zuständigen europäischen Lebensmittelbehörde Efsa.

Für die Petition muss die Initiative innerhalb von drei Wochen 50.000 Unterschriften sammeln. Die Zeichnungsfrist beginnt voraussichtlich Ende März. Bei der Unterschriftenaktion hofft die Initiative auf eine ungleich größere Zahl: Mit den Postkarten dokumentieren die Absender ihren Wunsch an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner nach „Vielfalt in der Natur, in der Landwirtschaft und auf meinem Teller“.

Infos: www.vielfalterleben.info

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