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Börse heute Weihnachten steht vor der Tür

Was dem Handel recht ist, ist der Börse billig. Der eine türmt Spekulatius und Lebkuchen vor seinen Kassen auf. Die andere schätzt ab, ob die Binnennachfrage manche Delle im Export ausbügeln kann.

Gutes Konsumklima: Unter dem Baum sollen dieses Jahr viele Geschenke stehen. Foto: dapd

Was dem Handel recht ist, ist der Börse billig. Der eine türmt Spekulatius und Lebkuchen vor seinen Kassen auf. Die andere schätzt ab, ob die Binnennachfrage manche Delle im Export ausbügeln kann.

Da macht die Nürnberger GfK der Börse Hoffnung: Denn die Kauflaune der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Konsumklima im November kletterte stärker als erwartet auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. In Frankreich wird das Verbrauchervertrauen gemessen. Dort rechnet man mit einem etwas niedrigeren Oktoberwert. In Italien wird das Wirtschaftsvertrauen bestimmt. Der Oktoberwert soll etwas höher ausfallen.

Burda baut Anteil an Xing aus

Im frühen Handel wirken diese Nachrichten noch nicht kurstreibend. Der Deutsche Aktienindex wird im Gegenteil mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 7.166 Punkten berechnet.

Lebendiger geht es nur in einer Nische zu: Der für seine bunten Blätter bekannte Burda-Verlag hat seinen Anteil am Netzwerk Xing auf fast 40 Prozent ausgebaut. Deshalb wird ein Pflichtangebot an alle anderen Aktionäre von Xing nötig. Burda bietet 44 Euro je Aktie. Das Geschäft mit Kontakten unter Managern und Geschäftsleuten ist dem Verlag also einiges wert. Xing-Aktien springen vorbörslich um 16 Prozent nach oben.

Ansonsten fehlen ermutigende Vorgaben anderer Märkte. In New York hatten die Börsen nur mit einem Plus von 0,2 Prozent geschlossen. In Hongkong, Schanghai und Japan ging es heute um mehr als ein Prozent abwärts. In Tokio war ein Grund für die Skepsis die Gewinnwarnung von Canon. Der Hersteller von Kameras und Druckern hat von einem überraschend schwachen Quartal berichtet und daraufhin seine Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Von Japans neuem, umgerechnet vier Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket haben die Märkte zwar Kenntnis genommen. Bisherige Programme dieser Art blieben aber ohne nachhaltige Wirkung.

Die Zahlen des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung haben zwar überzeugt. Dank starker Verkaufszahlen bei den internetfähigen Handys hat Samsung den Gewinn im dritten Quartal auf umgerechnet 4,6 Milliarden Euro zwar fast verdoppelt. Aber die Daten wurden in Asien eher genutzt, um Gewinne mitzunehmen. Samsung-Papiere gaben gut ein Prozent nach.

Microsoft brüstet sich

Auch von Amerika aus beschäftigt diese Branche die Märkte. Microsoft brüstet sich, das Betriebssystem Windows mit der neuesten Version „neu erfunden“ zu haben. Windows 8 ist von heute an verfügbar. Microsoft will mit einer einheitlichen Plattform für PC, Laptop, Tablet und Smartphone künftig wieder ganz vorne mitspielen.

Dort spielt etwa Apple. Der Umsatz dieses Unternehmens legte im vergangenen Quartal um 27 Prozent auf 36,0 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn stieg etwas schwächer, um 24 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar. Apple hat 14 Millionen Tabletcomputer iPad verkauft. Das war weniger als erwartet. Apples Börsenkurs gab leicht nach.

Der Euro leidet heute früh etwas unter eher schlechten Nachrichten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise: Der Bundestag könnte neuen Krediten für Griechenland nicht zustimmen. Von einer Pleite des Landes wären französische Bänken mehr als andere betroffen. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s hat ihre Kreditwürdigkeit herabgestuft. Der Euro gibt auf 1,29 20 Dollar nach.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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